Inkontinenzversorgung sichern: Deutsche Kontinenz Gesellschaft fordert nationale Gesundheitsstrategie Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens
Das politische Positionspapier der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. bündelt
medizinische, gesundheitsökonomische und versorgungspolitische Erkenntnisse zur
Situation von Menschen mit Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens in
Deutschland.
10 Millionen Menschen unterversorgt
Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft legt ein Positionspapier zur gefährdeten Inkontinenzversorgung vor. Gefordert werden gezielte gesundheitspolitische Maßnahmen, um Versorgungslücken zu schließen und Folgekosten zu verhindern.Positionspapier jetzt herunterladen
Inkontinenz ist eine Volkskrankheit mit hoher Prävalenz und betrifft alle
Altersgruppen. Bleibt sie unbehandelt oder wird sie unzureichend versorgt, sind
erhebliche körperliche, psychosoziale und funktionelle Folgeerkrankungen zu
erwarten – mit entsprechenden Auswirkungen auf Pflegebedürftigkeit, Teilhabe und
die Kosten im Gesundheits und Pflegesystem.
Das Positionspapier macht deutlich, dass Inkontinenz und Erkrankungen des
Beckenbodens endlich auf die gesundheitspolitische Agenda gehören.
Zentrale Forderung ist die Entwicklung einer nationalen Gesundheitsstrategie
Inkontinenz, analog zu bestehenden Strategien bei anderen Volkskrankheiten. Ziel ist
es, Versorgungstrukturen zu verbessern, Fehlanreize im Vergütungssystem zu
korrigieren und Prävention, Diagnostik und Therapie nachhaltig zu stärken.
Das Papier richtet sich an politische Entscheidungsträger, Selbstverwaltung,
Kostenträger und die Fachöffentlichkeit – aber auch an Betroffene. Es benennt den
bestehenden Handlungsbedarf und formuliert konkrete Vorschläge für eine
zielgenauere, qualitätsgesicherte Steuerung der Gesundheitsversorgung bei
Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens.
