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Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. (DKG) als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) aufgenommen

Mit der Aufnahme der DKG in die AWMF ist der hohe wissenschaftliche Anspruch der DKG als interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft bestätigt worden.

Frankfurt am Main, 09. November 2023 – Am 04. November 2023 fand die Delegiertenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) in Frankfurt am Main statt. Dort wurde auch über die Aufnahme der DKG in die AWMF beraten. Der Aufnahme wurde ohne Gegenstimmen zugestimmt. Damit ist die Deutsche Kontinenz Gesellschaft erstmalig Mitglied im Kreis der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. In der AWMF sind aktuell 183 wissenschaftliche Fachgesellschaften der Medizin zusammengeschlossen. 

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. arbeitet seit 1987 mit dem Ziel, Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Harn- und Stuhlinkontinenz zu fördern. Bei Gründung verfolgte die DKG zunächst das Ziel, die Versorgung der Betroffenen zu verbessern und eine adäquate Beratung sicher zu stellen. Auch deshalb waren zu dieser Zeit nicht nur medizinische, pflegerische und physiotherapeutische Fachexpert:innen in der DKG Mitglied, sondern bewusst auch von Inkontinenz Betroffene. Dabei wurde auch der intensive Kontakt zu Selbsthilfegruppen gepflegt. Dies hat sich inzwischen geändert. 

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft hat sich in den letzten 10 Jahren zu einer wissenschaftlich-medizinischen interdisziplinären Fachgesellschaft weiterentwickelt. Der Fokus der Gesellschaft liegt heute auf der Gesundheitspflege und insbesondere auf der Förderung und Koordination von Forschung, Praxis und Lehre in Bezug auf die interdisziplinäre Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Erkrankungen des Beckenbodens. 

Die DKG hat aktuell 2500 Mitglieder, darunter Ärzt:innen aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen –  u.a. Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Neurologie, Geriatrie, Innere Medizin – und spezialisierte Pflegefachkräfte, Physiotherapeut:innen und Apotheker:innen. 

„Für uns war die Aufnahme in die AWMF ein wichtiges Signal sowohl für unseren Auftrag als auch für unsere strategische und inhaltliche Ausrichtung. Wir verfolgen die Förderung der medizinischen Wissenschaft mit dem Ziel die Diagnose und Behandlung von Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens zu verbessern. Dabei setzen wir gezielt auf Interdisziplinarität. Mit der Aufnahme in die AWMF wurde diese Arbeit und dieser Fokus bestätigt. Wir sehen darin eine besondere Anerkennung“, so Professor Dr. Wiedemann, 1. Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. und Chefarzt der Urologischen Klinik am Ev. Krankenhaus Witten gGmbH sowie Professor für Urogeriatrie am Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten Herdecke. 

Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.) wurde 1962 gegründet, mit Aufnahme der Deutschen Kontinenz Gesellschaft sind jetzt 184 wissenschaftlich arbeitende medizinische Fachgesellschaften in der AWMF organisiert. Die AWMF beschäftigt sich mit grundsätzlichen und fachübergreifenden Fragestellungen in der wissenschaftlichen Medizin, sie fördert die Zusammenarbeit ihrer Mitgliedsgesellschaften bei der Wahrnehmung ihrer wissenschaftlich-medizinischen Aufgaben und Ziele sowie den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. 

Mitglied in der AWMF können nur Gesellschaften werden, die sich ausschließlich oder vorwiegend wissenschaftlichen Fragen der Medizin einschließlich ihrer praktischen Anwendung widmen. Es gibt ein streng festgelegtes Aufnahmeverfahren und klar definierte Aufnahmekriterien. 

Ein wesentlicher Auftrag der AWMF ist auch die Koordination der Entwicklung von Leitlinien, auf die im AWMF-Leitlinienregister zugegriffen werden kann. Leitlinien sind wichtige Instrumente für die Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung. Durch die Leitlinien wird aktuelles Wissen vermittelt, systematisch erarbeitet und durch Fachexpert:innen bewertet. 

Professor Dr. Wiedemann macht deutlich, dass sich die Deutsche Kontinenz Gesellschaft weiterhin aktiv in die Arbeit der AWMF einbringen wird. So betont der Vorsitzende der DKG nach der Aufnahme in die AWMF: „Unser Ziel ist es, die Arbeit der AWMF mit unserer besonderen Expertise zu unterstützen und zu fördern. Dabei wird es uns auch darum gehen, das wichtige Thema der Inkontinenzbehandlung sowohl auf wissenschaftlicher Ebene als auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.“

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. kündigt in diesem Zusammenhang an, dass sie sich wie bisher insbesondere an der Erstellung von medizinischen Leitlinien aktiv beteiligen wird, um die Versorgung von Betroffenen weiter zu verbessern. In Deutschland sind zehn Millionen Menschen von Inkontinenz oder Erkrankungen des Beckenbodens betroffen. 

Pressekontakt der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Dr. Marion Friers

Geschäftsführerin der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.

Rebecca Donner

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt:

Telefon: 069 – 795 88 393

Mobil: 0173 6621277

E-Mail: presse@kontinenz-gesellschaft.de

Website: www.kontinenz-gesellschaft.de 

Inkontinenz ist eine Volkskrankheit: Es gibt in Deutschland über zehn Millionen Betroffene. Die
Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. (DKG). ist eine gemeinnützige interdisziplinäre medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich seit 1987 für die Förderung der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz bei Erwachsenen und Kindern einsetzt. Unter www.kontinenz-gesellschaft.de finden Betroffene und Angehörige wertvolle Informationen sowie örtliche Adressen von anerkannten ärztlichen Beratungsstellen sowie zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentren. Durch die Zertifizierung von Kontinenz- und Beckenbodenzentren und durch regelmäßige Fortbildungs-Veranstaltungen trägt die DKG maßgeblich zur Qualitätssicherung in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Inkontinenz bei.