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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2015

kontinenz aktuell Juli/2015 23 Abstracts Schlussfolgerungen: Die Zwischenanalyse der laufenden Studie konnte für beide Geschlechter signifikant positive Auswirkungen der Adipositaschirurgie auf die Prävalenz und den Schweregrad einiger Beckenbodenfunktionsstörungen zeigen. Wir hoffen, dass die aktuellen als auch die nachfolgenden Ergebnisse aus der Endanalyse dabei helfen werden, Assoziationen und Mechanismen zwi- schen Adipositas und Beckenbodenfunktionsstörun- gen tiefer und gründlicher zu beleuchten, um festge- stellte positive Effekte der bariatrischen Chirurgie auf diese Störungen besser nachvollziehen und verstehen zu können. Literatur: 1.Obesity: preventing and managing the global epidemic: report of a WHO Consultation on Obesity, Geneva, 3–5 June 1997. 2.„Obesity and overweight“. World Health Organization, retrieved Ja- nuary 2015. 3. Burgio, K.L., Matthews, K.A. & Engel, B.T., 1991. Prevalence, inci- dence and correlates of urinary incontinence in healthy, middle-aged wo- men. The Journal of Urology, 146(5), pp.1255–1259. 4.Hannestad, Y.S. et al., 2003. Are smoking and other lifestyle factors associated with female urinary incontinence? The Norwegian EPIN- CONT Study. BJOG : an international journal of obstetrics and gynaeco- logy, 110(3), pp.247–254. 5.Greer, W.J. et al., 2008. Obesity and pelvic floor disorders: a systema- tic review. Obstetrics & Gynecology, 112(2 Pt 1), pp.341–349. Weiterentwicklung im Fokus: Multizentrischer Vergleich ATOMS-Inguinal- vs. Skrotalport Mühlstädt, S.1 ; Mohammed, N.1 ; Schumann, A.1 ; Friedl, A.2 ; Fornara, P.1 1 Klinik und Poliklinik für Urologie und Nierentransplantationszentrum, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg, Halle/Saale; 2 Urologische Klinik, Krankenhaus Göttlicher Heiland, Wien. Hintergrund: Wir berichten über den multizentrischen Vergleich der Implantation von Inguinal- und Skrotalport beim ATOMS. Patienten und Methoden: Zwischen 10/09–10/14 erhielten 91 Patienten mit postoperativer BI ein ATOMS. Initial erfolgte bei 43 Patienten die Implantation mit Inguinalport (IP). Nach Weiterentwicklung des ATOMS zum Skrotalport (SP) erfolgte seit 05/12 (Wien) bzw. 11/13 (Halle) bei den folgenden 48 Patienten die Implantation eines solchen. Im Vergleich evaluiert wurden prä-, peri- und postoperative Parameter. Die statistische Analyse er- folgte mit SPSS 12.0 (p<0.05). Ergebnisse: Bezug nehmend auf präoperative Parameter (Alter, vorangegangene Inkontinenzoperationen und Ra- diatio) fand sich im Vergleich der Gruppen IP vs. SP kein statistisch signifikanter Unterschied. Die mittlere Operationszeit betrug 68±22 min. [30–148] für Pa- tienten mit IP und 39±16 min. [40–78] für Patienten mit SP (p=0,03). Intraoperativ ereignete sich keine Komplikation. Eine postoperative port-assoziierte Komplikation zeigten 9 Patienten der Gruppe IP (1 Skrotalhämatom, 4 Wundinfektionen, 3 subakute ku- tane Arrosionen und 1 kutane Arrosion ohne Infekti- on) sowie 7 Patienten der Gruppe SP (1 Skrotalhä- matom und 6 Wundinfektionen). Transiente perineale oder skrotale Sensibilitätsstörungen bzw. Schmerzen wurden bei insgesamt 48 Patienten be- obachtet (52,7%; VAS 3,1±1,2 [1–5]), hiervon 25 Patienten mit IP und 23 Patienten mit SP. Unter oraler Analgesie waren diese in der Mehrzahl nach 4 Wo- chen komplett regredient. Nach einem mittleren Fol- low up von 27,2 Monaten reduzierte sich die mittle- re Vorlagenzahl/24 h auf 1,7 in der IP-Gruppe und 1,9 in der SP-Gruppe. Die Gesamterfolgsrate lag bei 77,2%. Schlussfolgerung: Die Weiterentwicklung des ATOMS ist bei gleicher Effizienz patientenkomfortabler. kontinenz aktuell Juli/201523

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