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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2015

kontinenz aktuell Juli/201510 die vorliegende Untersuchung von der einzigen, mittels rektaler Tem- peraturmessung bisher durchge- führten Studie von Liu. Hier lag das präoperative Ausgangsniveau der untersuchten Patienten bei einem IIEF-5-Punktwert von über 20. In der drei Monate postoperativ durchgeführten Befragung war eine weitere Reduktion des IIEF-5-Werts in beiden Gruppen nachweisbar. Dieser fiel für die Greenlight-Laser- Gruppe mit einer Differenz von 6,1 versus 3,3 Punkten tendenziell hö- her aus als in der TUR-P-Gruppe. Dieser Unterschied war jedoch in unserer Untersuchung nicht signifi- kant. Das Ausmaß des IIEF-5-Abfalls drei Monate postoperativ war in der vorliegenden Arbeit vergleich- bar mit den Ergebnissen von Liu be- züglich der TUR-P (6). Es ergab sich ein Punkt-Abfall nach drei Monaten von jeweils drei Punkten. Sowohl die mittlere Temperatur als auch die Temperaturabweichung der maximalen Temperatur von der Ausgangstemperatur wiesen mit ei- ner Differenz von + 0,17 Grad für die TUR-P und + 0,30 Grad für die 180-Watt-XPS™-Greenlight-Laserung ein lokales Signifikanzniveau auf. Dabei fiel die mittlere Temperatur bei der TUR-Prostata mit 36,66 Grad höher aus als bei der 180-Watt-XPS¥-Greenlight-Laserung mit 36,24 Grad. Auch diese Ergeb- nisse decken sich mit denen von Liu bezogen auf die TUR-P, der – ab- hängig von der Prostata-Größe – ei- ne Temperaturänderung von 0,5 be- ziehungsweise 0,4 Grad Celsius sah (6). Die OP-Dauer (definiert als Schnitt- Naht-Zeit) hatte für beide Verfahren in der Gesamtheit der untersuchten Fälle keinen Einfluss auf das Ergeb- nis im Hinblick auf den Abfall des postoperativen IIEF-Werts. Unter- schiede ergaben sich jedoch für die einzelnen OP-Verfahren: Während eine längere OP-Dauer bei der TUR-P mit einem geringeren Abfall des Drei-Monats-IIEF-5-Werts assozi- iert ist, stieg dieses Risiko bei der Laserung mit zunehmender Schnitt- Naht-Zeit an. Dieser Effekt kann möglicherweise als Ausdruck für ei- nen Anstieg der Temperatur im Ver- lauf des Lasereingriffs angesehen werden. Während das Gewebe bei der TUR-P zwischen den einzel- nen „Schnittführungen“, die diskon- tinuierlich ausgeführt werden, Zeit hat, „abzukühlen“, ist die Energie- abgabe beim Laser kontinuierlicher, was eine höhere Aufheizung des Gewebes bedingen könnte. Diese hätte als Konsequenz die Notwen- digkeit zur Folge, während der La- serapplikation für eine Gewebsküh- Tab. 3: logistisches Regressionsmodell Univariates logistisches Modell Methode (180-Watt-XPS™-Greenlight-Laser) Alter (Jahren) Mittlere Temperatur (Grad Celsius) Maximale Temperatur (Grad Celsius) Abweichung der Temperatur (Grad Celsius) Gesamtsumme Temperatur (Grad Celsius) Mediane Temperatur (Grad Celsius) Prostatavolumen (ml) Energieabgabe (J) Schnitt-Naht Zeit (Sec.) Laserdauer (Min.) p-Wert 0.029 0.494 0.097 0.497 0.115 0.539 0.131 0.034 0.472 0.965 0.294 Abb. 3: Beziehung zwischen der Schnitt-Naht-Zeit und der Differenz des präoperativen und des postoperativen IIEF-5-Werts Originalarbeit

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