Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2014

kontinenz aktuell Juli/201430 Leserforum „Zumindest ein Minimalstandard wissenschaftlicher Aussagen sollte eingehalten werden“ Leserreaktion zum Artikel „Osteopathie bei Funktionsstörungen des Beckens“, kontinenz aktuell 3/2013 Sehr geehrter Herr Prof. Jünemann, sehr geehrter Editor, die Arbeit von K.-H. Schröder mit dem Thema Osteo- pathie bei Funktionsstörungen des Beckens habe ich mit Interesse gelesen. Die hier aufgestellte Behaup- tung, dass auch Leistenhernien durch osteopathische Behandlungen geheilt werden können, erscheint, bei allem Respekt, überaus gewagt. Zwar ist die Zeit- schrift kontinenz aktuell sicherlich nicht mit dem An- spruch angetreten, hoch wissenschaftliche Ergebnisse zu publizieren, dennoch halte ich es für angebracht, dass zumindest ein Minimalstandard wissenschaftli- cher Aussagen eingehalten werden sollte. In Medline finden sich bis zum heutigen Tag keine Berichte über die Heilung von Leistenhernien mittels Osteopathie. Ich halte es für sehr problematisch, solche Aussagen ungefiltert und ohne ein gewisses Maß an wissen- schaftlichem Unterbau auf die medizinische Commu- nity loszulassen und auch noch die Erwartung zu äu- Widerspruch als Teil der medizinischen Disputation Sehr geehrter Herr Professor Seelig, vielen Dank für Ihren Leserbrief zur Übersichtsarbeit „Osteopathie bei Funktionsstörungen des Beckens“. Charakter der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ist nicht nur die Interdisziplinarität, sondern auch das Miteinander verschiedener Berufsgruppen. Hierzu ge- hören nicht nur Ärzte der verschiedenen Fachrichtun- gen, sondern auch Psychologen, Physiotherapeuten, Pflegende und auch Osteopathen. Nach Auffassung des Redaktionsteams kontinenz aktuell ist auch diesen Berufsgruppen ein Podium zu geben, ihre – mithin si- cherlich umstrittenen – Ansichten zur Disputation öf- fentlich zur Verfügung zu stellen. Seien Sie gewiss, dass das Redaktionsteam die aufgestellten Aussagen nicht unterstützt. Dennoch haben wir den Artikel zur Anregung der Diskussion und gerade des Widerstan- des publiziert. Dieses ist nunmehr durch Ihren Leser- brief gelungen. Dass Ihr Leserbrief die einzige Reakti- on auf den Artikel war, hat uns eher noch verwundert. Mit freundlichen kollegialen Grüßen stellvertretend für das Redaktionsteam Prof. Dr. Füsgen und PD Dr. Wiedemann ßern, dass diese Behandlungsmethode einen höheren Bekanntheitsgrad auch bei den Patienten finden sollte. Ich bin gerne bereit, meine Auffassung nach Vorlage einer gut geplanten prospektiv randomisierten Studie, zum Beispiel TEP versus Osteopathie, zu revidieren. Bis dahin sollte jedoch festgestellt werden, dass die Osteopathie kein etabliertes Verfahren zur Behand- lung der symptomatischen Leistenhernie oder Narben- hernie ist. Mit freundlichen kollegialen Grüßen Prof. Dr. Matthias H. Seelig, Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie – Krankenhaus Bad Soden Stellungnahme der Redaktionsmitglieder, Prof. Dr. Ingo Füsgen und PD Dr. Andreas Wiedemann

Seitenübersicht