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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2014

kontinenz aktuell Juli/2014 25 Gesellschaft aktuell Nekrolog PD Dr. Michael Probst † PD Dr. Michael Probst ist am Samstag, 14. Juni 2014, im Alter von 64 Jahren gestorben. Er war fast 20 Jahre Mitglied des Vorstandes der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, vormals Gesellschaft für Inkontinenz- hilfe (GIH), zuvor als Vertreter der Deutschen Gesellschaft Chirurgie Mitglied des Beirates; in dieser Funktion ist er seinem chirurgischen Ziehvater Prof. Dr. Edgar Ungeheuer nachgefolgt, der als langjähriger Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft Chi- rurgie die Chirurgen seit der Gründung der GIH 1987 im Beirat vertreten hatte. Prof. Ungeheu- er erkrankte 1992 schwer – er starb am 16. Oktober 1992 – und schlug PD Dr. Michael Probst, den damals frisch gewählten Chefarzt für Chirurgie am Klinikum Lippe-Lemgo, als seinen Nach- folger und Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie für den Beirat unserer Gesellschaft vor. Er war in dieser Funktion nur kurzzeitig tätig, denn bereits im November 1993 wurde er auf dem Jahreskongress der Gesellschaft in Sindelfingen zum Schatzmeister und damit in den Vorstand gewählt. Er hat dieses Amt mit großer Akribie bis 2001 ausgeübt und manchen Streit mit dem Finanzamt ausgefochten. 2001 wurde er dann zum 2. Vorsitzenden gewählt, um den chirurgischen Interessen am Thema „Inkontinenz“ mehr Nachdruck verleihen zu können. 2005 übernahm er dann noch einmal das Amt des Schatzmeisters. PD Dr. Michael Probst hat sich während seiner Mitgliedschaft in Beirat und Vorstand der Gesell- schaft nicht nur intensiv dem Thema „Stuhlinkontinenz“ gewidmet, sondern stets die Gesamtinte- ressen dieser interdisziplinär ausgerichteten Institution vertreten und zwischen den Partikularin- teressen einzelner Disziplinen vermittelt. Auch hat er die von ihm geleitete Klinik als „Beratungs- und Therapie-Zentrum für Stuhlinkontinenz“ zertifizieren lassen und vielen Betroffenen geholfen. 2011 ereilte PD Dr. Michael Probst das Schicksal einer infektiösen Komplikation nach chirurgischer Intervention, die ihn letztlich irreversibel an den Rollstuhl fesselte. Er schied 2012 aus dem Vorstand der Deutschen Kontinenz Gesellschaft aus, da der dramatische Verlauf seiner Er- krankung seinen Handlungsspielraum auf das Äußerste einschränkte. Dies war sehr bedauerlich und stimmte uns traurig. Er musste alles aufgeben, was ihm Freude berei- tet hatte; so auch sein geliebtes Golfspiel und seine en- gagierte Tätigkeit als Assistant-Governor bei Rotary Inter- national. Im Sommer 2013 hatten der stellvertretende Vorsitzende und neue Schatzmeister unserer Gesellschaft, Dr. Franz Raulf, und ich die Ehre, ihn in seinem Haus zu besuchen und ihm die Insignien der Ehrenmitgliedschaft sowie den Dank des Vorstandes und der Mitgliederversammlung für seinen Einsatz zu überbringen. Danach habe ich ihm noch einmal zum Geburtstag gratulieren können. Nun bleibt uns nur noch, sein Anden- ken in Ehren zu halten. Prof. Dr. Hansjörg Melchior Ehrenpräsident, Deutsche Kontinenz Gesellschaft

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