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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2014

kontinenz aktuell Juli/201422 Abstracts Perinealer Ultraschall als Ergänzung zu POP-Q bei der Beurteilung von Zystozelen Najjari, L., Hennemann, J., Maass, N., Aachen Zielsetzung Der perineale Ultraschall (PUS) wird zunehmend zur Quantifizierung von Zystozelen eingesetzt. In der vor- liegenden Studie möchten wir diesbezüglich ein neu- es Klassifikationssystem vorstellen und zeigen, dass der PUS eine hoch reproduzierbare Untersuchungs- methode darstellt. Methoden PUS-Daten von 120 Frauen wurden ausgewertet, in- dem der Abstand zwischen dem tiefsten Punkt der Bla- se und der zentralen Symphysenlinie (MPL für midpu- bic line) als Referenzlinie in Ruhe und bei Valsalva er- mittelt wurde. Die Ergebnisse wurden anhand der Bla- senposition bei Valsalva in drei Gruppen eingeteilt und mithilfe des κ Koeffizienten mit den POP-Q Sta- dien verglichen. Die Ergebnisse der Blasenposition wurden mit Korreltionskoeffizienten und dem Pearson Koeffizienten auf Interrater-Reliabilität getestet. Der Abstand zwischen der Blasenposition in Ruhe und bei Valsalva wurde mit der Gruppenzugehörigkeit korre- liert. Ergebnisse Mittelwerte und Standardabweichungen der Blasen- positionen der Gruppen I, II und III in Ruhe und bei Valsalva sowie der Abstände zwischen den Positionen in Ruhe und bei Valsalva. Interpretation der Ergebnisse Es zeigten sich hoch signifikante Unterschiede hin- sichtlich der Ruheposition und der Abstände zwischen Ruhe und Valsalva unter den Gruppen. Es zeigte sich eine gute Interrater-Übereinstimmung mit einem Pear- son Korrelationskoeffizienten von ρ = 0.98 und κ = 1.00. Der Vergleich der Klassifikationsergebnisse von POP-Q und PUS ergab einen kappa-Koeffizienten von κ = 0.65. Schlussfolgerung PUS unter Verwendung der MPL und des vorgestellten Klassifikationssystems ist ein verlässliches Instrument zur Beurteilung von Zystozelen. PUS zeigt eine gute Übereinstimmung mit POP-Q. PUS bietet viele Vorteile gegenüber POP-Q, wie die eindeutige Identifikation des Prolapses, und bietet sich somit zumindest als Er- gänzung des POP-Q Systems an.

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