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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2014

kontinenz aktuell Juli/2014 19 Abstracts cation of inclusion/exclusion criteria 121 studies en- tered the full-text review. From those, 107 were ex- cluded mainly because of not fulfilling inclusion/exclu- sion criteria and hence 14 studies were selected for further analysis. Group differences in favor of the con- tinent women compared to SUIP were found for PFM maximal strength, mean strength, sustained contrac- tion and PFM activation. A significant improvement of PFM strength and decrease in urine loss after physical therapy interventions was observed in SUIP. Discussion and Conclusion PFM activation and strength components influence fe- male continence and SUI. However, there is a need for a standardized PFM components’ terminology related to muscle function as it is well known in rehabilitation and sports science (4, 5), standardized test procedures and well matched diagnostic instruments. In addition, to get a clearer insight into the influence of PFM compo- nents on continence and SUI, there is a need for more detailed information about muscle metabolism, muscle action form and voluntary and non-voluntary contrac- tions and a combination of these aspects. Sources 1) Dumoulin C, Hay-Smith J. Cochrane Database Syst Rev. 2010; 20 (1): CD005654. 2) Bo K. World J Urol. 2012 Aug; 30 (4): 437–43. 3) Dumoulin C, Glazener C, Jenkinson D. Neurourol Urodyn. 2011; 30: 746–53. 4) Güllich A, Schmidtbleicher D. Dtsch Z Sportmed. 1999; 50 (7+8): 223–234. 5) American College of Sports Medicine position stand. Med Sci Sports Exerc. 2009; 41 (3): 687–708. Langzeitergebnisse nach Implantation der Argus-Schlinge Krebs, A., Schweiger, J., Erfurt Patienten und Methoden Zwischen April 2007 und Januar 2014 wurden 140 männliche Patienten mit einer Belastungsinkontinenz II° bis III° durch eine adjustierbare bulbourethrale Schlinge (Argus, Promedon) operativ versorgt. Die Ur- sachen der Belastungsinkontinenz waren in 131 Fäl- len eine radikale Prostatektomie und in neun Fällen eine TUR-Prostata. 138 Patienten konnten telefonisch befragt werden mit einem mittleren Follow-up von 37,8 Monaten (1 bis 84 Monate). Erfragt wurden die derzeitige Kontinenz- Situation (Vorlagenverbrauch) und die Patientenzufrie- denheit. Als Erfolg wurde der Verbrauch von maximal einer Vorlage pro Tag definiert. Eine Subgruppenana- lyse konnte vorgenommen werden (Vorbehandlung Radiatio und/oder TUR-Blasenhals). Des Weiteren wurden die postoperativen Komplikatio- nen erfasst. Ergebnisse 60,1 Prozent (83/138) der operierten Patienten be- nötigten maximal eine Vorlage am Tag und waren mit der Kontinenz-Situation sehr zufrieden. Bei Patienten, welche keine Bestrahlung und keinen TUR-Blasenhals zuvor hatten, lag der Erfolg bei 73,7 Prozent (59/80). Bei Patienten, die zuvor bestrahlt wurden, lag der Erfolg durch die Kontinenzoperation bei 43,9 Prozent (18/41). Nach TUR-Blasenhals war der Erfolg mit 37,9 Prozent (11/29) am geringsten. Als Komplikationen sind Schmerzen zu verzeichnen, die bei zehn Prozent (14/138) länger andauerten. In 6,5 Pro- zent (9/138) kam es im Verlauf zu einer Zügelruptur, die durch eine Neueinlage behoben wurde. Eine Explantati- on der Schlinge aufgrund einer Infektion war in 4,3 Pro- zent (6/138) zu verzeichnen. In 2,8 Prozent (4/138) trat eine Arrosion der Schlinge auf. In 0,7 Prozent (1/138) kam es zu einer intraoperativen Sigmaverletzung. Zusammenfassung Die Implantation einer adjustierbaren bulbourethralen Schlinge (Argus, Promedon) ist eine gute Therapie- option und damit eine Alternative zum artifiziellen Sphinkter in der Behandlung der männlichen Belas- tungsinkontinenz II° und III°. Bei Patienten ohne Risikofaktoren (Radiatio und/oder TUR-Blasenhals) lag die Erfolgsquote bei 73,7 Pro- zent. Deutlich schlechtere Kontinenzraten waren nach Radiatio und TUR-Blasenhals zu verzeichnen. Die Komplikationsraten (insbesondere Infektion und Arrosion) sind gering. Die sakrale Neuromodulation – Eine valide Behandlungsmethode für die überaktive Blase und chronisch nicht-obstruktive Harnretention Mühlstädt, S., Bukethal, T., Mohammed, N., Fornara, P., Halle/Saale Hintergrund Wir berichten über unsere Ergebnisse mit der sakralen Neuromodulation (SNM) in der Behandlung der therapie- refraktären überaktiven Blase (mit/ohne Dranginkonti- nenz) sowie der chronisch nicht-obstruktiven Harnretention.

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