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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2014

kontinenz aktuell März/201416 Übersichtsarbeit die perineale Sonografie seit Jah- ren einen unverzichtbaren Be- standteil der urogynäkologischen Diagnostik dar. Bei der Diagnostik der männlichen Harninkontinenz erfolgte bisher allerdings kein rou- tinemäßiger Einsatz. 2011 veröffentlichte die Aachener Arbeitsgruppe eine Pilotstudie zur Technik von 2-D und 3-D/4-D peri- nealen Ultraschalluntersuchungen an radikal prostatektomierten Männern (3). Hier zeigten sich als gut identifizierbare Parameter: Beweglichkeit der proximalen Urethra offener Blasenhals willkürliche Beckenbodenkon- traktion urethrale/paraurethrale Vernarbung Die Übereinstimmung verschiede- ner Untersucher wird von der Ar- beitsgruppe bei der Beschreibung von paraurethralen Vernarbungen und bei der Beurteilung der will- kürlichen Beckenbodenkontraktion mit 100 Prozent angegeben, bei der Quantifizierung der Mobilität der proximalen Urethra und bei der Beschreibung des Blasenhal- ses mit 94 Prozent. Die Methodik sowie die Darstellung und Quantifizierung insbesondere der proximalen Harnröhre weist Ähnlichkeiten zum weiblichen Be- ckenboden auf. Zur Beurteilung der Mobilität der proximalen Harnröh- re wird in der Mittelebene zunächst eine Gerade entlang der Längsach- se der Symphyse gezogen, die zentrale Symphysenlinie (x-Achse). Daraufhin wird an der Unterseite der Symphyse eine Gerade ange- legt, die senkrecht auf die zentrale Symphysenlinie fällt (y-Achse). Die drei entscheidenden anatomi- schen Erkennungspunkte neben der Symphyse sind demnach Ure- thra, Meatus urethrae internus und der Blasengrund. Das beschriebe- ne Koordinatensystem konnte oh- ne Modifizierungen auch beim Mann angewandt werden. Auch die Arbeitsgruppe von Staf- ford zeigte, dass im perinealen Ul- traschall die Beurteilung der Mobi- lität der Harnröhre durch die gleichzeitige Darstellung der Sym- physe als Fixpunkt möglich ist (4). Die beste Darstellung lässt sich mit- hilfe einer weit dorsal positionier- ten Ultraschallsonde erzielen. Die Abb. 1: Beurteilung der Mobilität der proximalen Harnröhre Abb. 2: Die Lagebeurteilung von suburethralen Bändern ist beim Mann im perinealen Ultraschall möglich.

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