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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2013

kontinenz aktuell November/20138 Originalarbeit bamazepin sowie von Calcium, Ei- sen, Lithium, Zink und Vitaminen beeinträchtigt. Bei einer Therapie mit Macrogol 4000 muss ebenfalls eine mögli- cherweise verringerte Resorption anderer Arzneimittel berücksichtigt werden, und in der Fachinformation zu 3350 + Elektrolyte wird auf die theoretische Möglichkeit hingewie- sen, dass bestimmte Stoffe, welche in Alkohol löslich und in Wasser eher unlöslich sind, in verringertem Umfang resorbiert werden können. Gefahr des Darmverschlusses auf- grund von Quellstoffen bei Kombi- nation mit antipropulsiv wirksamen Arzneimitteln (Abb. 3) In der Therapie mit Quellstoffen wie Indischen Flohsamenschalen besteht außerdem die Gefahr ei- nes Darmverschlusses aufgrund der Quellstoffe, wenn diese mit Stoffen wie Loperamid oder Opi- umtinktur kombiniert werden, wel- che die Propulsivmotorik des Gas- trointestinaltrakts hemmen. Multimorbidität Geriatrietypische Multimorbidität lässt sich in bestimmten Erkran- kungskomplexen zusammenfassen. In Bezug auf mögliche Risiken einer Laxantientherapie sind dabei be- sonders Elektrolytstörungen, Gas- trointestinale Störungen und geria- triespezifische Problemstellungen, wie Instabilität und Sturzneigung, sowie mangelnde Praktikabilität der Einnahme von Bedeutung. Elektrolytstörungen (Abb. 4 und 5) Elektrolytstörungen können mögli- cherweise durch eine (längerfristige) Therapie mit Lactulose, Macrogol 4000, 3350 + Elektrolyte, Bisacodyl und Natriumpicosulfat ausgelöst wer- den. Tatsächlich als Nebenwirkung genannt wurden Elektrolytstörungen bei Lactulose, Macrogol 4000, Bisa- codyl und Natriumpicosulfat. Gastrointestinale Störungen (Abb. 6 und 7) Meteorismus, Gastrointestinal- krämpfe und/oder -schmerzen tre- ten bei allen betrachteten Laxan- tien in mehr oder weniger ausge- prägter Form auf. Übelkeit und Erbrechen werden bei Therapien mit Lactulose, Ma- crogol 4000, Macrogol 3350 + Elektrolyte und Bisacodyl genannt, Diarrhoe (gegebenenfalls in Ver- bindung mit Stuhlinkontinenz) kann unter Lactulose, Macrogol 4000, Macrogol 3350 + Elektroly- te, Bisacodyl und Natriumpicosul- fat auftreten. Reizende Laxantien führen bei Dauergebrauch außerdem zu ei- ner Verstärkung der Darmträgheit, und ebenso wie Lactulose führen sie bei akut-entzündlichen Darmer- krankungen zu einer zusätzlichen Reizung der Darmschleimhaut. Abb. 2b: Multimedikation: Mögliche Veränderung von Freisetzung und Resorption bei Kombination mit Nahrungs-, Genussmitteln, Mineralien, Vitaminen Abb. 3: Multimedikation: Gefahr des Darmverschlusses aufgrund von Quellstoffen bei Kombination mit antipropulsiv wirksamen Arzneimitteln

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