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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2013

kontinenz aktuell November/2013 31 züglich der Verlegung von Patien- ten mit gelegtem Katheter aus dem Krankenhaus in den häuslichen Be- reich machte Vahlensieck einen in- teressanten Vorschlag: Er empfahl einen Katheterpass, ähnlich wie der schon vorliegende Ersatzbla- senpass. Anschließend stellte Dr. Dr. Tho- mas Bschleipfer einen Trospium- chlorid-Test vor. Trospiumchlorid zählt zu den Anticholinergika, die bei der überaktiven Blase einge- setzt werden. Wie alle Anticholi- nergika hat auch Trospiumchlorid eine gewisse Nebenwirkungsrate, die durch eine vorherige Austes- tung im Hinblick auf die Wirksam- keit gemindert werden könnte. Ein solcher Trospiumchlorid-Test würde nicht nur die Effektivität, sondern auch die Grenzen einer oralen anticholinergen Therapie abschät- zen. Die vorgestellten Ergebnisse sind eindrucksvoll. Anticholinerge Therapie individuell abstimmen Abschließend ging der Moderator, PD Dr. Andreas Wiedemann, auf das Thema ein, ob es Sinn mache, das Anticholinergikum bei der The- rapie der OAB zu wechseln. Zu den möglichen Strategien wäh- rend einer anticholinergen Thera- pie gehört ohne Zweifel der Wech- sel zu pharmakologischen Alterna- tiven, besonders bei Nichtanspre- chen oder intolerablen Nebenwir- kungen. Wichtig war ihm aber, darauf hinzuweisen, dass der klas- sische OAB-Patient älter und multi- morbide ist. Dies wirft besondere Probleme im Hinblick auf eine häu- fig bestehende Polymedikation mit Nebenwirkungen und Interaktio- nen auf. Als Resümee seiner diffe- renzierten und nachvollziehbaren Ausführungen im Hinblick auf den multimorbiden älteren Patienten mit einer häufig vorliegenden Poly- medikation stellte er fest: „Vor ei- nem Wechsel von einer anticholi- nergen Therapie zu einer Thera- piealternative sollte eine individu- elle, auf den einzelnen Patienten mit seinen pharmakologischen Be- sonderheiten abgestimmte, subtile und titrierende anticholinerge The- rapie durchgeführt werden. Dabei sind die Kenntnisse der für die Pharmakotherapie relevanten Al- tersveränderungen und das Wis- sen um die pharmakologischen Unterschiede zwischen den einzel- nen Anticholinergika obligat.“ Die 17. Bamberger Gespräche bo- ten erneut ein Forum für eine brei- te, interdisziplinäre Diskussion und setzten Impulse für die tägliche Arbeit des mit der Behandlung von Patienten mit Harninkontinenz betrauten Arztes. Auch diese Bam- berger Gespräche werden uns nicht nur durch die beeindrucken- den Vorträge, durch die engagierte Diskussion der Tagungsteilnehmer in Erinnerung bleiben, sondern auch durch den wiederum gelun- genen herzlichen familiären Cha- rakter der Veranstaltung. Beeindruckende Vorträge, engagierte Diskussionen Der abschließende Dank von PD Dr. Andreas Wiedemann galt nicht nur der Veranstaltungsorganisation, sondern ganz besonders auch der Geschäftsführerin Christa Thiel von der Deutschen Kontinenz Gesell- schaft, die mit Engagement und Ein- satz die bisherigen 17 Bamberger Gespräche begleitet hat. Hinzuweisen ist an dieser Stelle noch auf den Band der Veranstal- tung, der Gelegenheit bietet, die einzelnen Ausführungen in voller Länge nachzulesen. Er ist über die Geschäftsstelle der Gesellschaft ab Februar 2014 zu beziehen. Prof. Dr. Ingo Füsgen, Ehrenmitglied und Mitglied des Expertenrates der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke Gesellschaft aktuell Die Spezialisten Kompetenz für die Pflege Über 20 Jahre Erfahrung in der Versorgung mit Inkontinenzprodukten Enge Kooperation mit Pflegeeinrichtungen und Ärzten Großes Sortiment an Produkten namhafter Hersteller Individuelle, diskrete Beratung Bundesweite Hilfsmittelversorgung Partner (fast) aller Krankenkassen Inkozell GmbH Malteserstr. 139-143 12277 Berlin Telefon 0800/664 71 42 email: vertrieb@inkozell.de www.inkozell.de ✓✓ ✓✓ ✓✓ ✓✓ ✓✓

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