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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2013

kontinenz aktuell November/2013 33 Editorial Der Jahreskongress in Hanno- ver steht bevor und bietet uns wie- der einmal ein attraktives Pro- gramm. Die Vielfältigkeit der Vor- träge macht deutlich, wie intensiv und engagiert das Problemfeld In- kontinenz von den verschiedenen medizinischen Disziplinen aufgear- beitet wird. Auch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft stellt eine Erfolgsgeschichte dar. Einige Zahlen dazu: Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft hat rund 3 000 Mitglieder, über 1 200 zer- tifizierte ärztliche Beratungsstellen, 71 zertifizierte Kontinenz- und Be- ckenboden-Zentren, 13 kooperie- rende Rehabilitationskliniken und 40 Kontinenz-Selbsthilfegruppen. Das Bamberger Gespräch war die- ses Jahr wieder sehr erfolgreich. Die Grenzen der Teilnehmerzahl sind erreicht. Die Mitgliederzeit- schrift „kontinenz aktuell“ beendet in ihrer neuen Form das zweite Jahr. Sie ist mit ihrem wissenschaft- lichen Teil die einzige deutschspra- chige Zeitschrift, die sich speziell fachübergreifend dem Thema In- kontinenz widmet. Mit finanzieller Unterstützung unseres Förderkrei- ses sind wir sogar erstmalig mit ei- ner Bewusstseinskampagne in die Fernsehwerbung gegangen. An dieser Stelle sei einmal nicht nur auf die so wichtige finanzielle Unterstützung unseres Förderkrei- ses hingewiesen, sondern dass sich auch attraktive Firmen zur Auf- arbeitung des Themas Inkontinenz bekennen. Beispielhaft sei unser Förderkreismitglied Dr. Pfleger he- rausgegriffen. Die Wirtschaftsprü- fungsgesellschaft Pricewaterhouse- Coopers und die Redaktion „Die Welt“ haben deutsche Unterneh- men nach den Werten Verlässlich- keit, Vertrauen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit beurteilt. In diesem Wettbewerb ging es nicht darum, die kurzfristig erfolgreichen Unter- nehmen herauszufiltern, sondern die dauerhaft erfolgreichen, die auf lange Sicht gewachsen sind und die über eine ausgeprägte wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit verfügen. Es freut uns, dass unser Förderkreismitglied Dr. R. Pfleger GmbH – übrigens die einzige Arz- neimittelfirma – zu den zehn bes- ten deutschen Unternehmen ge- zählt wird. In diesem Zusammen- hang ist noch zu erwähnen, dass das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge mit der Top-Rating- Auszeichnung von Hoppenstedt prämiert wurde. Der Erfolg für die Deutsche Konti- nenz Gesellschaft in Darstellung, Wissenschaft, Aufklärung, Entta- buisierung, Fort- und Weiterbil- dung sowie Qualifizierung von Einrichtungen muss uns zufrieden- stellen. Können wir uns also zu- rücklehnen und vielleicht mehr ge- sellschaftliche Aspekte in den Vor- dergrund rücken lassen? Hier muss uns bewusst sein, dass viele Fra- gen der Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und nicht zu vergessen der Pflege für den Bereich Inkontinenz noch unge- klärt sind. Beispielhaft sei nur an die überaktive Blase im Zusam- menhang mit chronischer Obstipa- tion und Stuhlinkontinenz gedacht. Der demografische Wandel mit der altersabhängigen Inkontinenz verschärft die Problematik noch. Die Herausforderung der Inkonti- nenz mit ihren verschiedenen Pro- blemfeldern für unsere Deutsche Kontinenz Gesellschaft wird nicht kleiner, sondern mit der Aufarbei- tung des Themas größer und bei zunehmender Zahl Betroffener auch dringender, und gerade der ältere Mensch mit seinem durch die Inkontinenz ausgelösten Lei- densdruck kann nicht warten. Können wir uns zurücklehnen? Prof. Dr. Ingo Füsgen, Ehrenmitglied und Mitglied des Expertenrates der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke

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