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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2013

kontinenz aktuell November/201310 Originalarbeit (Anorektale) Beschwerden und Schmerzen beim Stuhlgang wur- den unter Macrogol 4000, Bisaco- dyl und Natriumpicosulfat beob- achtet. Geriatrietypische Problemstellungen (Abb. 8 und 9) Geriatrietypische Problemstellun- gen betreffen hier zum einen die Praktikabilität der Anwendung für ältere Patienten und zum anderen die Instabilität und Sturzneigung. Macrogol 4000 und Bisacodyl können zu Schwindel und/oder Synkope führen, während Indi- sche Flohsamenschalen ein für geriatrische Patienten großes Risi- ko bergen, wenn sie mit zu wenig Flüssigkeit oder sogar trocken ein- genommen werden. In diesem Fall können Schluckbeschwerden, Erstickungsanfälle und Darmob- struktionen bis hin zum Ileus auf- treten. Die Einnahme dieser Prä- parate muss bei geriatrischen Pa- tienten daher sehr sorgfältig über- wacht werden und stellt aufgrund der ohnehin häufig zu geringen Flüssigkeitsmenge im Alter eine zusätzliche Gefahr dar. Stoffwechselerkrankungen und Nahrungsmittelintoleranzen (Abb. 10 und 11) Soll ein Diabetiker ein Abführmit- tel erhalten, muss bei der Thera- pie mit Lactulose aufgrund des durch den Herstellungsprozess bedingten Gehaltes an verdauli- chen Kohlenhydraten beachtet werden, dass es zu Schwankun- gen des Blutzuckerspiegels kom- men und damit die bisherige Ein- stellung der antidiabetischen Me- dikation inadäquat sein kann. In- dische Flohsamenschalen hinge- gen verzögern die Resorption von Kohlenhydraten, sodass mögli- cherweise eine Reduktion der an- tidiabetischen Medikation ange- zeigt ist. Weitere Beschwerden (Abb. 12 und 13) Für die Beurteilung der Verträg- lichkeit sind einige weitere Be- schwerden zu berücksichtigen: So können unter der Therapie mit Macrogol 4000, Macrogol 3350 + Elektrolyte, Bisacodyl, Natrium- picosulfat und Indischen Flohsa- menschalen allergische Reaktio- nen oder Überempfindlichkeitsre- aktionen auftreten. Unter Macro- gol 4000 können Kopfschmerzen auftreten. Die fortgesetzte Anwen- dung von Natriumpicosulfat kann zu Nierenschädigungen führen, was zusätzlich zu einer Gefähr- dung der Patienten beiträgt. Abb. 7: Multimorbidität: Gesamtrisiko gastrointestinaler Störungen Abb. 8: Multimorbidität: Einzelrisiken geriatrietypischer Problemstellungen

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