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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2013

kontinenz aktuell Juli/20136 Originalarbeit Chronische Obstipation betrifft Menschen aller Altersgruppen, rund 16 bis 17 Prozent der erwach- senen Bevölkerung in Europa und USA sind von ihr betroffen (10). Mit zunehmendem Alter steigt die Pro- blematik der chronischen Obstipati- on an, wobei sie nicht notwendiger- weise als Konsequenz des Alterns angesehen werden darf (5, 13). Besondere Bedeutung bekommt die chronische Obstipation für institutio- nalisierte Ältere. Bis zu 80 Prozent der Älteren sind hier nach Literatur- aussagen von ihr betroffen (11, 3, 2). Physiologische Altersverände- rungen, altersabhängige Krank- heitsbilder (zum Beispiel Demenz, Depression), die häufig im Alter be- stehende Multimorbidität mit Poly- medikation sowie der Verlust der Funktionalität (zum Beispiel Immobi- lität) und Umgebungsfaktoren spie- len für das Entstehen dieses Krank- heitsbildes eine bedeutsame Rolle. Unbehandelte chronische Obstipa- tion führt dann in bis zu 50 Prozent der älteren Betroffenen in Alten- und Pflegeheimen zur Koprostase und damit Stuhlinkontinenz (12, 3). Frauen sind häufiger als Männer von den Stuhlgangsproblemen be- troffen. Abb. 1: Auftreten der Obstipation bei Heimbewohnern (Heime N = 221, durchschnittlich betreute Bewohner pro Heim 145,3 = 100 %) 38,3 49,5 53,0 145,3 0 50 100 150 Bewohner im Durchschnitt Betreute Bewohner ... obstipierte Bewohner ... erhalten Abführmittel ... obstipiert und manchmal inkontinent Abb. 2: Sind mehr Frauen oder Männer prozentual in Bezug auf die Anzahl der Heimbewohner von einer Obstipation betroffen? mehr Frauen als Männer betrifft beide Geschlechter gleich mehr Männer als Frauen keine Angabe in Prozent 0,5 4,1 24,0 71,5 0 20 40 60 80 100 Abb. 3: Ist Koprostase bei chronischer Obstipation in Ihrer Einrichtung ein Problem? Ja, ist ein Problem Manchmal ist eine Krankenhauseinweisung notwendig Im Heimbereich ca. 3–4-mal pro Monat Obstipationsprobleme belasten Bewohner häufig in der Nacht Im Heimbereich mehr als 4-mal pro Monat Krankenhauseinweisung ist sehr selten notwendig 1–2-mal im Jahr 1–2-mal im Monat Kein Problem durch frühzeitige Maßnahmen Stellt eher die Ausnahme dar/ist kein Problem keine Angabe 9,0 34,4 1,8 0,9 1,8 1,8 3,2 6,8 18,6 23,1 23,5 0 10 20 30 40 in Prozent

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