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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2013

kontinenz aktuell Juli/201326 Gesellschaft aktuell 5. World Continence Week Aktionswoche informierte über konkrete Heilungsmöglichkeiten Zum fünften Mal jährte sich 2013 die World Continence Week (WCW). Dabei wurden weltweit in der letzten Juniwoche verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Inkontinenz angeboten. Erklärtes Ziel dieser Aktionswoche war es, die Erkrankung, unter der in Deutschland rund neun Millionen Menschen leiden, aus der Tabuzone zu holen. Es ist kaum vorstellbar, wie bedrückend für viele Betroffene, die aus Scham nicht zum Arzt gehen, die soziale Isolation sein muss: Ausflüge in die Öffentlich- g keit werden zum Spießrutenlauf und die ständige Angst vor Entdeckung führt immer tiefer in den Rück- zug. Für diese Menschen ist es wichtig, dass Inkonti- nenz nicht mehr zur Stigmatisierung führt. Eine breite, öffentliche Diskussion, gut verfügbare Informationen und das Wissen darum, dass es Menschen jeden Alters trifft, sind die Vo- raussetzungen für einen angemessenen Um- gang mit der Inkonti- nenz. Denn häufig ge- hen auch Ärzte noch g g allzu lässig mit inkon- tinenten Patienten um. „Von den Patienten, die zum Arzt ge- hen, werden nur zehn Prozent rich- tig behandelt. Da- her ist eine gewis- se Hartnäckigkeit gegenüber den behandelnden Ärzten besonders wichtig. Denn sogar wenn ein Betroffener medizinisch als austherapiert gilt, kann er mit den richtigen Hilfsmitteln fast unbehin- dert am täglichen Leben teilhaben“, sagte Prof. Klaus- Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig- Holstein in Kiel und Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Auf der WCW wurden des- halb nicht nur Patientenveranstaltungen angeboten. Auch Weiterbildungsangebote, die sich an Ärzte und g gg Pflegepersonal richteten, fanden sich im Programm. Die Veranstaltungen wurden hierzulande von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft koordiniert. Neben Spezialisten der Kontinenz- und Beckenboden-Zentren waren auch niedergelassene Fachärzte aufgerufen, sich an der Aufklärungskampagne zu beteiligen. Auf 117 Veranstaltungen in 99 Städten informierten unter- schiedliche Events über die Volkskrankheit. So stan- den beispielsweise auf der Veranstaltung des Deut- schen Beckenbodenzentrums St. Hedwig-Kranken- haus in Berlin minimalinvasive Behandlungsmethoden von Senkungsbeschwerden mit Erhalt der Gebärmut- ter und Kontinenzstörungen der Harnblase im Vorder- grund. Auch ging es darum, welche Untersuchungen bei Verstopfung erforderlich und welche neuen Medi- kamente zur Therapie der Inkontinenz zu erwarten sind. Lungenerkrankungen und Beckenbodenfunkti- 2 k26 g g

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