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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2013

kontinenz aktuell Juli/2013 17 Übersichtsarbeit G. Naumann1 , J. Steetskamp2 , C. Skala3 , S. Albrich4 1–4 Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Single-Incision-Schlingen (SIS): Neue Entwicklungen in der operativen Behandlung der Belastungsinkontinenz der Frau Mit einer hohen Prävalenz von bis zu 35 Prozent bleibt die belas- tungsbedingte Harninkontinenz ei- ne der häufigsten Erkrankungen der Frau in der zweiten Lebens- hälfte. In den vergangenen Jahren ist es zu einer deutlichen Verbesserung der Behandlung gekommen. Immer mehr Betroffene suchen einen Arzt auf; neue moderne Behandlungs- verfahren führen zu immer besse- ren Ergebnissen. Die Einführung spannungsfreier Vaginalschlingen vor fast 20 Jah- ren hat zu einer eindrucksvollen Verbesserung der Kontinenzergeb- nisse nach einer Operation ge- führt, diese OP-Methode wurde in- zwischen weltweit millionenfach durchgeführt. Unzählige Berichte und Studien be- legen den Erfolg dieser Prozedur mit 85 Prozent Kontinenz auch nach fünf Jahren, jedoch finden sich trotz vielfältiger Modifikation und Ände- rung des Zugangsweges von retro- pubisch nach transobturatorisch noch immer zum Teil deutliche Ne- benwirkungen und Komplikationen. Hier sind vor allem Läsionen der Harnblase sowie Schmerzsyndrome oder Infektionen zu nennen. In ein- zelnen Fällen sind mehrfache Revi- sionen notwendig, um aufgetretene Störungen akzeptabel zu beseitigen. Bezüglich des Materials gibt es ei- nen klaren Konsens; verwendet werden Bänder aus Polypropylene- kontinenz aktuell 60/2013 60: 17–19, © Bibliomed 2013 G. Naumann • J. Steetskamp • C. Skala • S. Albrich Single-Incision-Schlingen (SIS): Neue Entwicklungen in der operativen Behandlung der Belastungs- inkontinenz der Frau Die aktuelle Entwicklung von Single-Incision-Schlin- gen (SIS) bei der operativen Therapie der Belastungs- inkontinenz der Frau ist mit vergleichbaren Kontinenz- raten und deutlich geringeren Komplikationen und Schmerzen verbunden und kann in Zukunft breite An- wendung in der Inkontinenztherapie finden. Diese mi- nimal-invasiven Schlingen werden über eine einzelne vaginale Inzision eingebracht und beiderseits an der Beckenwand über verschiedene Haltesysteme veran- kert. Bei gleicher Wirkung durch suburethralen Band- support wird hier jedoch eine Blindpassage wie bei den bekannten retropubischen oder transobturatori- schen Systemen vermieden. Weitere prospektive Stu- dien müssen die Wertigkeit im Vergleich zu den etab- lierten Verfahren noch belegen. Schlüsselwörter: Single-Incision-Schlinge Erfolgsrate Komplikationen Neue Op-Techniken Single-Incision Slings (SIS): new option in surgical tretament of genuine stress urinary incontinence The new development of single-incision slings (SIS) in treatment of female stress urinary incontinence offers comparable results with only minimally side effects and pain and will find more entrance in mo- dern incontinence surgery. This minisling is inserted over one single vaginal incision and fixed on both side on pelvic wall tissue with special anchors with- out passage through the groin avoiding a blind passage of tape. Randomized prospective studies are needed to evaluate whether, in the long run, the benefits of single incision technique can be associ- ated with satisfying continence results. Keywords: Single-incision sling Success rate Complications New surgery Zusammenfassung • Abstract

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