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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2013

kontinenz aktuell März/2013 7 Originalarbeit ten. Statistisch (x2-Test) konnte hier aber kein signifikanter Unterschied gefunden werden. Ebenso war das häufigere Vorliegen von Harn- inkontinenz im älteren Patienten- kollektiv nicht signifikant (Abb. 2). Komorbidität Die Anzahl der Begleiterkrankun- gen jedes Patienten unterschied sich in den beiden Kollektiven sta- tistisch nicht (U-Test: p = 0,647). Die unter 70-Jährigen hatten im Mittel 2,57, die über 70-Jährigen 2,44 Erkrankungen. Zwischen den beiden Kollektiven ließ sich kein statistisch relevanter Unterschied in der Art und Häufigkeit der Ko- morbidität erfassen. Bei der Be- trachtung der einzelnen Nebener- krankungen fiel allerdings die sig- nifikante (x2-Test) Erhöhung von Diabetes mellitus (p = 0,015), ko- ronare Herzkrankheit (p = 0,020) und gynäkologische (p = 0,016) sowie pulmonaler Tumore (p = 0,016) in dem älteren Patienten- kollektiv auf (Abb. 3). Voroperationen Bei der Betrachtung der anorektalen Voroperationen (inklusive der Sig- maresektionen aufgrund der Anas- tomosenhöhe) konnte, obwohl die älteren Patienten weniger häufig (28,9 %) voroperiert waren als die jüngeren (37,89 %), kein statistisch signifikanter Unterschied (x2-Test) gefunden werden (p = 0,297). Es zeigte sich, dass die unter 70-jähri- gen Patientinnen signifikant (x2-Test) häufiger gynäkologisch voroperiert waren (p = 0,048) (Abb. 4). Inkontinenzgrad der stuhl- inkontinenten Patienten Es zeigte sich, dass sich die bei- den Patientengruppen hinsichtlich der Schwere der Inkontinenz statis- tisch signifikant unterscheiden. Auffällig sind insbesondere der hö- here Anteil von erst- und zweitgra- dig inkontinenten Patienten bei den unter 70-jährigen und der deutlich höhere Anteil der drittgra- digen inkontinenten älteren Patien- ten (Abb. 5). Klinische Befunde der stuhl- inkontinenten Patienten Der digital/rektal eingeschätzte Tonus der Sphinktermuskulatur un- terschied sich statistisch in beiden Gruppen nicht voneinander. Bei dem Vergleich der Druckwerte der analen Manometrie zeigten sich bei den älteren Patienten stark er- niedrigte Druckwerte, was sich sta- tistisch (T-Test) als signifikant bis hochsignifikant darstellte. Eben- Abb. 2: Vegetative Anamnese der unter und über 70-Jährigen. Anzahl in (Prozent), Signifikanzprüfung x2-Test Diarrhoe Obstipation Harninkontinenz < 70 Jahre 22 (23,16 %) 26 (27,37 %) 15 (15,8 %) > 70 Jahre 9 (20 %) 9 (20 %) 11 (24,4 %) p-Wert p = 0,674 p = 0,347 p = 0,219 Abb. 3: Komorbiditäten der unter und über 70-Jährigen. Nach Organsystemen zusammengefasste Erkrankungen. Mittelwerte (SE), Signifikanzprüfung U-Test Erkrankungen pro Patient Kardiovaskuläre Erkrankungen Gynäkologische/ urologische Erkrankungen Metabolische/hepatore- nale Erkrankungen Neoplastische Erkrankungen Neurologische Erkrankungen Pulmonale Erkrankungen andere systemische Erkrankungen < 70 Jahre 2,57 (1,5) 1,19 (1,9) 0,81 (0,77) 0,47 (0,7) 0,19 (0,39) 0,2 (0,47) 0,08 (0,28) 0,26 (0,47) > 70 Jahre 2,44 (1,47) 1,16 (2,13) 0,96 (0,61) 0,4 (0,5) 0,24 (0,44) 0,12 (0,44) 0,08 (0,28) 0,2 (0,4) p-Wert p = 0,647 p = 0,797 p = 0,286 p = 0,984 p = 0,566 p = 0,3 p = 0,937 p = 0,648 Abb. 4: Voroperationen (OPs) der unter und über 70-Jährigen und gynäkologische Voroperationen der weiblichen Patienten über und unter 70 Jahren. Anzahl n (Prozent), Signifikanzprüfung x2-Test. Rektoanale OPs Gynäkologische OPs Hysterektomien Episiotomien / Darmrisse < 70 Jahre 36 (37,89 %) 42 (53,85 %) 32 (41,03 % 11 (14,1 %) > 70 Jahre 13 (28,89 %) 11 (33,33 %) 12 (36,36 %) 0 (0 %) p-Wert p = 0,297 p = 0,048 p = 0,646 p = 0,023

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