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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2013

kontinenz aktuell März/2013 3 Editorial „müssen – wollen – können“ – So lautet das neue Motto der Deutschen Kontinenz Gesellschaft, entworfen von Günter Roth von der Agentur Feuer. Die Gesellschaft will noch mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und wir glauben, dass wir mit diesen drei wenigen Worten mehr sagen kön- nen als viele Seiten komplizierter Er- klärungen zum Thema Harn- und Stuh- linkontinenz. Die erste Ausgabe des Jahres von „kontinenz aktuell“ steht ganz im Zei- chen des 24. Kongresses der Deut- schen Kontinenz Gesellschaft in Würzburg. Herrn Prof. Dr. H. Riedmil- ler und Herrn Prof. Dr. C.-T. Germer gilt der Dank für eine exzellente The- menvorgabe des wissenschaftlichen Programms, das insbesondere von ausgezeichneten Beiträgen zur chirur- gischen Therapie der Harn- und Stuhl- inkontinenz geprägt war. Aber nicht nur die Einzel- und Übersichtsvorträge machen den Jahreskongress so inte- ressant, vielmehr ist es die Möglich- keit, ausgiebig die einzelnen Beiträge im interdisziplinären Miteinander zu diskutieren. Würzburg hat einmal mehr gezeigt, dass die Deutsche Kon- tinenz Gesellschaft auf dem richtigen Weg ist und mit dem Jahreskongress den Maßstab im deutschsprachigen Raum setzt für das, was man zu den Themen Harn- und Stuhlinkontinenz wissen muss oder wissen sollte. Würz- burg ist mit deutlich über 1000 Kon- gressteilnehmern ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Gesell- schaft, was sich auch daran messen lässt, dass zu dem Patientenforum 290 Personen erschienen sind. Ich sa- ge Dank an Herrn Prof. Riedmiller und Herrn Prof. Germer und beglückwün- sche die beiden zu dieser erfolgrei- chen Veranstaltung. Auch können wir auf eine fruchtbare Arbeit im Jahre 2012 zurückblicken wie unter der Rubrik „Gesellschaft ak- tuell“ detailliert nachzulesen ist. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zählt mittlerweile über 3000 Mitglieder, hat momentan über 1200 Beratungs- stellen und, ganz aktuell, 66 zertifi- zierte Kontinenz- und Beckenboden- zentren. Gerade letztgenannte Zertifi- zierung erscheint uns, d.h. dem Vor- stand der Deutschen Kontinenz Ge- sellschaft, als besonders erwähnens- wert, da wir sehen, dass die koope- rierenden Fachabteilungen in den ein- zelnen Kliniken, die sich zu einer Zer- tifizierung entscheiden, offensichtlich von dem Zertifizierungsprozess profi- tieren, was letztendlich auch und ge- rade den betroffenen Patienten dien- lich ist. Zum Marketing lässt sich sum- ma summarum feststellen, dass die Pressestelle unter Leitung von Frau Sie- verling erneut eine exzellente Arbeit geleistet hat mit dem Ergebnis, dass die Gesellschaft bundesweit und inter- national bekannt ist. Die vorliegende Ausgabe ist primär der Stuhlinkontinenz gewidmet, wo- bei die Arbeitsgruppe Schäfer/ Schütz/Füsgen zu einem äußerst pro- blematischen Thema Stellung bezieht: Stuhlinkontinenz bei geriatrischen Pa- tienten und deren koloproktologische Diagnostik. Ein schwieriges Thema, welches einer näheren Beleuchtung bedarf und zudem neue Therapiekon- zepte von all denjenigen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, fordert. Dieser Artikel ist ein Muss für all dieje- nigen, die mit geriatrischen Patienten arbeiten. Die Übersichtsarbeit „Inter- disziplinäre Diagnostik und Therapie der Stuhlinkontinenz“ durch Feistham- mel und Mitarbeiter aus der Leipziger Arbeitsgruppe ist ein exzellentes Bei- spiel für die Notwendigkeit des inter- disziplinären Austausches zu komple- xen Fragestellungen wie beispielswei- se der Stuhlinkontinenz. Streng nach dem Motto: „Zunächst miteinander re- den, bevor man handelt“ könnte als Gesamtüberschrift über diesem Arti- kel stehen. Mit einem ganz anderen Thema, gleichwohl an Bedeutung im- mer wichtiger, zeigt die Übersichtsar- beit von Herrn Kociszewski, dass mit einer nicht invasiven und überhaupt nicht belastenden Methode wie der Pelvic-Floor-Sonographie beeindru- ckende Bilder generiert werden kön- nen, die zu der richtigen Diagnose führen. Der Ultraschall des Beckenbo- dens hat an Qualität derart dazuge- wonnen, dass er aus der Routine, wie der speziellen diagnostischen Bildge- bung, heutzutage nicht mehr wegzu- denken ist. Schließlich ist es mir eine Herzensan- gelegenheit darüber zu informieren, dass Herr PD Dr. Michael Probst aus gesundheitlichen Gründen als Schatz- meister für die Gesellschaft nicht wei- ter zur Verfügung steht. Die Mitglie- derversammlung hat als seinen Nach- folger Herrn Dr. Franz Raulf, ebenfalls ein namhafter Koloproktologe, ge- wählt. Ich möchte deshalb im Beson- deren auf die Laudation zu Ehren Herrn PD Dr. Probst verweisen, die dankenswerterweise der Ehrenvorsit- zende der Deutschen Kontinenz Ge- sellschaft, Herr Prof. Dr. Melchior, ver- fasst hat. Mein persönlicher Dank und der der Gesellschaft gilt sowohl der stets souveränen fachlichen Beratung durch Michael Probst als auch seiner menschlichen Kompetenz. „müssen – wollen – können“ Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann, 1. Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

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