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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2013

kontinenz aktuell März/2013 29 Gesellschaft aktuell ten mit Multimedikation profitieren von einer Botoxbe- handlung. Sicher werde in Zukunft der medikamentö- se Therapieansatz in Tablettenform auch weiterhin als primäre Therapie vorgeschlagen und genutzt werden. „Die positiven Ergebnisse der Botoxbehandlung wer- den jedoch dazu führen, dass ein Großteil der Patien- ten, die Probleme mit den Nebenwirkungen der anti- cholinergen Behandlung zeigen, auf diese Therapie umschwenken werden“, so Jünemann. Es sei jetzt wichtig für die Deutsche Kontinenz Gesellschaft, diese positiven Ergebnisse der Botoxbehandlung bei Drang- inkontinenz den niedergelassenen Kollegen zukom- men zu lassen, um den Paradigmenwechsel in der Therapie schnell voranzubringen. „Was die Zukunfts- planung der firmengetriggerten Studien angeht, so kann ich an dieser Stelle soviel sagen, dass auch für den pädiatrischen Bereich eine entsprechende Lang- zeitstudie in Vorbereitung ist, die noch in diesem Jahr initiiert wird, spätestens jedoch Anfang 2013“, sagte Jünemann. „Sie können sicher sein, dass Kiel dabei ist.“ Beckenbodenfunktionsstörungen bei der Frau Nach Ansicht von Prof. Dr. med. Ursula Peschers fin- den die psychischen Ursachen einer überaktiven Bla- se zu wenig Beachtung. Vor allem Drangbeschwerden und Schmerzsyndrome können nach Erfahrung der Chefärztin für Gynäkologie der Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen Folgen einer Somatisierungs- störung sein, die durch körperliche und sexuelle Ge- walt ausgelöst wurde. Auch die Ursachen für eine Beckenbodenstörung sei- en mannigfaltig. Geburtsverletzungen, Alter, Bindege- websschwäche, Übergewicht, neurologische Erkran- kung, Diabetes und Medikamente könnten eine Rolle spielen. „Viele Patientinnen mit Harninkontinenz ha- ben außerdem eine Senkung, die Ursache der Inkonti- nenz sein kann“, so Peschers. Das sei aber nicht zwin- gend so. „In aller Regel sollte aber eine Senkung auch korrigiert werden, wenn eine operative Behandlung in Erwägung gezogen wird. Senkungsoperationen mit Netzen werden aber mit Recht in den letzten zwei Jahren wegen der hohen Komplikationsraten kontro- vers diskutiert.“ Die Gynäkologin plädierte für ein individuelles Vorge- hen bei der Behandlung auf Basis konservativer Maß- nahmen: „Viele operative Eingriffe lassen sich durch Physiotherapie, Lebensstiländerung und Medikamente vermeiden.“ Stephan Lücke Attraktiver Tagungsort: In diesem Jahr war Würzburg Treffpunkt der an der Inkontinenzbehandlung beteiligten Disziplinen Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft präsentiert sich ab sofort mit neuem Logo. Durch die konsistente Weiterentwicklung des gelernten Logos wurde eine perfekte Balance zwischen Kontinuität und Modernisierung geschaffen. Das neue Logo wirkt moderner und harmonischer. Es wurde eine zweite Farbe ins Logo aufgenommen, um es noch ei- genständiger und wissenschaftlicher zu machen. Bei Bedarf ermöglicht diese zweite Farbe eine gute Integration des neuen Slogans „müssen-wollen-können”.

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