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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2013

kontinenz aktuell März/2013 21 Übersichtsarbeit Das mittlere Kompartiment Durch weiteres Einführen der Ultra- schallsonde in die Scheide und Winkeländerung des Scanners können Level II und Level I unter- sucht werden (Abb. 7). Zu den weiteren Vorteilen der Pel- vic-Floor-Sonographie zählen der fließende Übergang zur Vaginal- sonographie und die Beurteilung des Uterus, des Douglasraumes, der Adnexe und der Beckenwände. Das hintere Kompartiment Nachdem die gynäkologischen Organe des kleinen Beckens unter- sucht wurden, kommt im Anschluss das hintere Kompartiment zur Dar- stellung (Abb. 8). Das wichtigste für die Darstellung des vorderen und hinteren Kom- partimentes ist die objektive Diffe- renzierung zwischen einer Zysto- zele, Rektozele sowie einer vorde- ren und hinteren Enterozele. Da- bei fallen gelegentlich anatomi- sche Besonderheiten wie Diverti- kel, Tumore, Fisteln und Intussus- zeptionen auf, die unerkannt ei- nen Eingriff komplizieren oder den geplanten Therapieerfolg infrage stellen könnten. Die Analinkontinenz, Tumoren, Abklärung analer Schmerzen, Su- che nach Fistelgängen, Beurtei- lung des Analkanals, des Muscu- lus sphinkter ani externus (EAS) und des Musculus sphinkter ani in- ternus (IAS) gelten, wie bei der En- doanalsonographie, als Indikatio- nen für die PF-Sonographie, ohne jedoch den Scanner intraanal plat- zieren zu müssen. In der Sagittal-, angulierter Frontal- und besonders in der Axial-Ebene kann man die Beckenbodenmusku- latur, wie z. B. Musculus pubo- rectalis in Ruhe und während der Kontraktilität beurteilen. Die vorhandene Kontraktilität der Beckenbodenmuskulatur beginnt durch Bewegung des anorektalen Überganges, wird aber überwie- gend durch die Änderungen des Höhenstandes (H) und der Distanz (D) vom Blasenhals beurteilt und gemessen. Die durch die „positive“ Kontrakti- on der Levatoren entstehende Be- Abb. 6: Darstellung eines urethralen Trichters während des Valsalva Manövers Abb. 7: Vaginale PF-Sonographie in der Sagittalebene (Level II und I mit Blasen- boden, Scheidenstumpf und Douglas sichtbar) Abb. 8: Das hintere Kompartiment in 3 Ebenen: Oben links die Sagittalebene (Scheide [Sch], Rectum [R], anorektaler Winkel, Perineum [P], das para- rectale Gewebe ventral und dorsal), oben und unten rechts die angulierte Frontalebene (Rectum, das pararectale Gewebe beidseits und der M. puborectalis – angeschnitten [oben] und komplett als eine Schlinge [unten]), unten links die Axialebene (Querschnitt von Rectum mit Mucosa, M. sphincter ani externus [EAS], M.sphincter ani internus [IAS])

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