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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2013

kontinenz aktuell März/201318 Übersichtsarbeit J. Kociszewski, G. Fabian, S. Kolben Evangelisches Krankenhaus Hagen-Haspe, Frauenklinik Pelvic-Floor-Sonographie: Eine Erweiterung der urogynäkologischen Standardsonographie Zur urogynäkologischen Diagnos- tik gehören neben der eingehen- den Anamnese die urogynäkologi- sche Untersuchung, Funktionstest wie z. B. der Hustentest, eine funk- tionelle Überprüfung des Harnröh- renverschlussmechanismus und der Blasenfunktion in Form einer uro- dynamischen Messung, sowie die Abklärung der bindegewebigen und muskulären Veränderungen des kleinen Beckens mithilfe eines bildgebenden Verfahrens (1, 2, 3, 4, 5). Im europäischen Raum ist die Ultra- schalldiagnostik inzwischen weit verbreitet und zu einer wesent- lichen diagnostischen Methode in der Urogynäkologie geworden (9). Die Introitus- und Perinealsonogra- phie sind validierte und seit vielen Jahren eingesetzte Verfahren (7, 8), die die Grundlage der in der vorliegenden Arbeit dargestellten Methode der Pelvic-Floor-Sonogra- phie darstellen (9). Die beiden Methoden der Stan- dardsonographie unterscheiden sich im Schallkopftyp und den Möglichkeiten der Applikation der verschiedenen Sonden. Bei der Pe- rinealsonographie verwendet man eine Linear- oder Curved-Array- Sonde, die breitflächig perineal und im Scheideneingangsbereich aufgesetzt wird (1, 2, 3, 12). Bei der von Koelbl 1990 beschriebe- nen sonographischen Methode der Introitussonographie zur Blasen- funktionsdiagnostik wird ein Vagi- nalschallkopf im Introitusbereich suburethral positioniert (13). Die Vorteile der Perinealsonographie liegen in der leichten Erlernbarkeit und in der übersichtlichen Darstel- lung des zystourethralen Über- gangs. Die Vorteile der Introitusso- nographie bestehen hingegen in der besseren Auflösung des höher- frequenten Vaginalscanners und in der Möglichkeit eine simultane uro- dynamische Messung durchführen zu können (1, 14). Die beiden so- nographischen Verfahren wurden kontinenz aktuell 59/2013 59: 18–23, © Bibliomed 2013 J. Kociszewski • G. Fabian • S. Kolben Pelvic-Floor-Sonographie: Eine Erweiterung der urogynäkologischen Standardsonographie Die Pelvic-Floor-Sonographie (PF-Sonographie) als neues Ultraschallkonzept erweitert das Spektrum der vollständigen urogynäkologischen Funktionsdiagnos- tik. Die PF-Sonographie ermöglicht eine objektive und dynamische Untersuchung von allen Kompartimenten des kleinen Beckens. Die Pelvic-Floor-Sonographie ist ein einfaches, schnelles, reproduzierbares und dyna- misches bildgebendes Dokumentationsverfahren, das morphologische und funktionelle Störungen erken- nen, rationale Therapiekonzepte herleiten und Ursa- chen, welche über Erfolg, Misserfolg und Komplika- tionen operativer Therapien entscheiden, erkennen und dokumentieren lässt. Schlüsselwörter: Sonographie Urogynäkologie Funktionsdiagnostik Pelvic floor sonography: An extension of urogyne- cological standard sonography Pelvic floor sonography (PF sonography), as a new ultrasound concept, extends the spectrum of the complete urogynecological functional diagnostics. The PF sonography enables an objective and dyna- mic examination of all compartments of the pelvis minor. Pelvic floor sonography is a simple, quick, re- producible and dynamic imaging diagnostic proce- dure, which recognizes morphological and functio- nal disorders, deduces rational treatment concepts and causes, which allow the decision-making, reco- gnition and documentation of the success, failure and complications of operative treatments. Key words: sonography urogynecology functional diagnostics Zusammenfassung • Abstract

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