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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2012

ten von Klinikärzten und vor- und nachbehandelnden Niedergelas- senen, eine abgestimmte Medikati- on, standardisierte Entlassbriefe, ein gemeinsames Qualitätsmana- gement, vernetzte EDV-Strukturen oder gemeinsame Fortbildungen und Schulungen. Besondere Be- deutung haben die Krankenkassen in der räumlichen Neustrukturie- rung, Leistungsdelegation und der Telemedizin im niedergelassenen Bereich (6). Dabei würde das neue Versorgungsstrukturgesetz (GKV- VStG) in die richtige Richtung wei- sen. Dieses Jahr haben sich auch die Delegierten des 115. Deutschen Ärztetags in Nürnberg erneut ein- dringlich für eine enge Kooperati- on von Ärzten untereinander so- wie von Ärzten mit anderen Ge- sundheitsfachberufen ausgespro- chen: „Zwar wird sicherlich so- wohl die hausärztliche als auch die fachärztliche Versorgung zu- künftig weiterhin auch in Einzel- praxen stattfinden. Insgesamt wird aber das Spektrum möglicher Ko- operations- und Berufsausübungs- formen deutlich breiter und vielfäl- tiger werden“, heißt es in einem Leitantrag zu diesem Thema (1). Aber auch im stationären Bereich existieren erste Modelle koordi- nierter Behandlung und Versor- gung alter und multimorbider Pa- tienten (3). Im Geriatriezentrum Bayreuth wird ein differenziertes – vom Krankheitszustand abhängi- ges – Vorgehen bei der Platzie- rung und Behandlung der Patien- ten durchgeführt. Der Erfolg einer solchen integrierten, vernetzten Strukturierung zeigt sich u. a. auch bei der geriatrischen frührehabili- tativen Komplexbehandlung, wie Chefarzt Dr. Volker Lange anläss- lich des Frankfurter Forums (3) deutlich machte. Es gibt viele Insellösungen und ein- zelne Leuchtturmprojekte. Es man- gelt nicht an konzeptionellen Über- legungen und guten Ideen. Aber von einer flächendeckenden Um- setzung guter Konzepte sind wir weit entfernt. Ein Beispiel ragt hier aus den verschiedenen Modellpro- jekten heraus. Es ist das Kontinenz- zentrum, das von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft etabliert und auch laufend überprüft wird. Die Idee hat sich flächendeckend über Deutschland ausgebreitet. Es vernetzt, integriert und kooperiert Ärzte verschiedener Fachdiszipli- nen, Therapeuten und Pflegekräf- te. Noch fehlt allerdings die Ein- bindung der Hausärzte, der statio- nären und ambulanten Pflege. Und man darf nicht verschweigen, dass es sich hier um einzelnes Funktionsdefizit – nämlich der In- kontinenz – handelt. „Um den Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung von morgen gerecht zu werden, fehlt es gegenwärtig nicht an Wissen, sondern an Möglichkeiten des Transfers, dieses Wissen in konkre- te Versorgung umzusetzten“, lautet ein Fazit der 5. Plenumstagung des Frankfurter Forums (9). Es feh- len „Maßschneider“, also Akteure, die auch die Verantwortung für ei- ne populationsbezogene Versor- gung übernehmen könnten. Nach der vorherrschenden Meinung auf der 5. Plenumstagung des Frank- furter Forums könnten weder Kas- senärztliche Vereinigung, noch Krankenkassen oder Krankenhäu- ser nach dem derzeitig in der GKV vorherrschenden Paradigma von Wettbewerb diese Aufgabe über- nehmen. „Ein in sich konsistentes Modell, das die Herausforderun- gen der ärztlichen und pflegeri- schen Versorgung einer wachsen- den Zahl alter Menschen abbildet und dabei auf solide, planbare Finanzierungsstrukturen bauen kann, ist in Deutschland noch nicht in Sicht“ (9). Trotz allem Pessimismus werden In- tegrierte Versorgung, Kooperati- on, Vernetzung in Zukunft unsere Arbeit im Gesundheitswesen be- stimmen. Sie stellen eine echte He- Bei Blasenschwäche: bodywear von functionMED™ Jetzt neu: Die Innovation aus der Textilforschung! DiemedizinischgetestetefunctionMED™-Unterwäsche mit waschbaren Einlagen begleitet Ihre Patienten sicher durch denTag. MaximaleSicherheit–auslauf-undgeruchssicheres, optimal aufeinander abgestimmtes System Ansprechende Optik – moderne Materialien, angenehme Passform, höchster Tragekomfort Umwelt- und budgetschonend – durch die Wiederverwendbarkeit der Produkte Ich bin wieder ich. www.function-med.com Schoeller Medical AG Besuchen Sie uns beim 24. Kongress der Deutschen Kontinenzgesellschaft in Würzburg

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