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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2012

kontinenz aktuell Oktober/2012 5 D. Schütz1 , I. Füsgen2 1 St. Elisabeth-Krankenhaus, Velbert 2 Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke Integrierte Versorgung, Kooperation, Vernetzung – keine Schlagworte, sondern zukünftige notwendige Wirklichkeit Der demografische Wandel bringt uns eine große Anzahl älter wer- dender Patienten mit einer wach- senden Zahl an Diagnostik, Thera- pie und pflegerischer Betreuung. Der Betreuungsbedarf nimmt stetig zu: Die Zahl der älteren und chro- nisch erkrankten Menschen mit ei- ner Multimorbidität steigt, wäh- rend funktionierende soziale Struk- turen in der Single-Gesellschaft zu- nehmend verloren gehen (5). Ver- mutlich wird die Gesellschaft nicht bereit sein, die finanziell wachsen- den Ressourcen für den Gesund- heits- und Pflegesektor relevant zu erfüllen. Gleichzeitig sei an den bestehenden „Ärzte- und Pflege- kräftemangel“ erinnert. Auf Dauer werden diejenigen, die im Ge- sundheitswesen arbeiten, diese kontinenz aktuell 58/2012 58: 5–8, © Bibliomed 2012 D. Schütz • I. Füsgen Integrierte Versorgung, Kooperation, Vernetzung – keine Schlagworte, sondern zukünftige notwendige Wirklichkeit Der zunehmende Anteil älterer und hochbetagter Menschen stellt das deutsche Gesundheitswesen vor eine besondere Herausforderung. Kooperation, In- tegration und Vernetzung der Gesundheitsberufe ist zur Bewältigung des demografischen Wandels mit seinen zunehmenden Gesundheitsproblemen gefor- dert. Beispiele für ärztliche Vernetzung gibt es schon in einigen Regionen Deutschlands. Auch ein- zelne Modelle für den Einbezug weiterer Beteiligter aus dem Gesundheitswesen liegen vor. Beispielhaft sei hier das Kontinenzzentrum der Deutschen Konti- nenzgesellschaft genannt. Um den Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung von Morgen ge- recht zu werden, fehlt es gegenwärtig nicht an Wis- sen, sondern an Möglichkeiten des Transfers dieses Wissen in konkrete Versorgung umzusetzen. Aber integrierte Versorgung, Kooperation und Vernet- zung wird nicht zu umgehen sein, wenn der demo- grafische Wandel im Gesundheitswesen erfolgreich bewältigt werden soll. Schlüsselwörter: Integration Vernetzung Kooperation Multimorbidität Gesundheitswesen Integrated health care, co-operation, networking – not keywords, but necessary future reality The increasing proportion of older and elderly people poses a particular challenge to the German health care system. Co-operation, integration and networking of the health professions is required in order to cope with the demographic change and the increase in health issues that it brings. There are already examples of such medical networking in so- me regions of Germany. There are also individual models for the inclusion of further participants from the health care sector. An example of this is the Con- tinence Centre of the German Continence Society. In order to meet tomorrowís demand for health ca- re, we do not need more knowledge, but rather op- portunities to transfer this knowledge and to specifi- cally apply this knowledge in terms of health care. However, integrated health care, co-operation and networking cannot be avoided if the demographic change is to be dealt with sufficiently in the health care system. Key words: integration networking co-operation multimorbidity health care system Zusammenfassung • Abstract Titelthema

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