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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2012

Wahl der geeigneten Therapie haben. Füsgen: „Die Behandlung der chronischen Obstipation führt dann auch zu einer Besserung der urologischen Probleme. Bei der Behandlung der überaktiven Blase mit Spas- molytika muss an das Entstehen der chronischen Obsti- pation und cerebraler Auswirkungen mit Rückwirkung auf die Darm- und Blasenfunktion gerechnet werden.“ Den letzten Part für die Bamberger Gespräche über- nahm Dr. Andreas Wiedemann, der die Differential- diagnose und Therapie bei infravesikaler Obstruktion und überaktiver Blase beleuchtete. Er wandte sich ge- gen ein „Schubladendenken“ auf Basis von medizini- schen Definitionen und Fachleitlinien, weil sie bei sich überlappender Symptomatik wenig hilfreich seien. Als Beispiel nannte der Chefarzt der Urologischen Klinik in Witten Patienten, denen bei „irritativer Symptoma- tik“ bei BBS eine transurethrale Prostata-Resektion zu- teil wird, was die Symptomatik noch verschlimmere und den Patienten geradezu verzweifeln ließe. Ursa- che sei das Schubladendenken, richtiger sei dagegen die Sichtweise einer Kombinationstherapie, die eine medikamentöse Gewichtung aus mehreren Kompo- nenten ermöglichen würde. So stünden für BPS Alpha- Blocker und 5-Alpha-Redkuktase-Hemmer zur Verfü- gung. Bei den Anticholinergika werden die tertiären Amine über das hepatische Zytochrom-P-450-System abgebaut. Eine brisante Untersuchung, so Wiede- mann, habe jedoch ergeben, dass es unter anderem Probleme beim Abbau durch Substanzen in der Co- Medikation gebe. „So lässt sich der Abbau von tertiä- ren Aminen durch Antibiotika, Kardiaka, Antimykoti- ka und sogar durch Grapefruitsaft und Johanniskraut beeinflussen. Schwankende Serumspiegel sind die Folge, die Therapie der OAB mit tertiären Aminen wird unkalkulierbar“, warnte der Urologe. Dr. med. Andreas Wiedemann sprach sich deshalb für das „Bamberger Manifest“ aus: „Wir brauchen den Ver- such eines Therapiealgorithmus mit neuen sinnvollen Kombinationen.“ Diagnostische Maßnahmen reichten nicht aus, die Urodynamik in einem 24-Stunden-Zeit- fenster sei von großer Bedeutung. Zum Abschluss dieser erneut gelungenen Bamberger Gespräche gab es einen Stabwechsel: Prof. Dr. med. Ingo Füsgen übergab die ehrenamtlichen „Geschäfte“ an Dr. med. Andreas Wiedemann. „Sie sind jung und dynamisch. Sie werden es besser machen“, erklärte Füsgen mit einem Augenzwinkern in Richtung Nach- folger. Der versprach, in die „großen Schuhe“ hinein- wachsen zu wollen. Die 17. Bamberger Gespräche finden am 7. Septem- ber 2013 statt. Die Bamberger Gespräche können in Buchform bei der Deutschen Kontinenz Gesellschaft bestellt werden. Erscheinungstermin der 16. Bamber- ger Gespräche in Buchform ist im Frühjahr 2013. Jede Frau ist anders. LoFric® Sense ist der Katheter, der nicht nur dem Lebensstil einer modernen Frau gerecht wird, sondern auch ihren medizinischen Bedürfnissen. ©2012WellspectHealthCare,aDENTSPLYInternationalCompany.Allrightsreserved.76799-DE-1207 Sicher – vollständige Blasenentleerung und bewährte Sicherheit auch bei langfristiger Anwendung. Hygienisch – vor, während und nach der Anwendung. Praktisch – funktionales Design von der Aufbewahrung bis zur Entsorgung. Intelligentes Design, sichere Katheterisierung. Das macht Sinn. www.lofricsense.de Wellspect HealthCare An der kleinen Seite 8, 65604 Elz Tel: +496431/9869-0, Fax:+496431/9869-500 www.lofric.de Vive la différence

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