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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2012

kontinenz aktuell Oktober/201226 16. Bamberger Gespräche Von zukünftigen Herausforderungen und neuen Technologien „Was kommt auf uns zu? Was ist wichtig? Es gibt nicht zuletzt durch den demografischen Wan- del mit einer älter werdenden Be- völkerung eine Flut von Herausfor- derungen. Ich bin selbst über- rascht“, erklärte Prof. Dr. med. In- go Füsgen in seiner Eröffnungsre- de. Zuvor hatte Hartmut Komber von der Firma Dr. R. Pfleger, Bam- berg, die auch in diesem Jahr die Veranstaltung großzügig unter- stützte, auf einen spannenden Vor- mittag mit den launigen Worten „It´s showtime“ vorbereitet. Die 154 Teilnehmer dieses beson- deren Diskussionsforums wurden fürwahr nicht enttäuscht: Die Schwerpunktthemen von Medizin und Informationstechnik über In- kontinenz in Pflegeheimen bis zur Differentialdiagnose und Therapie bei infravesikaler Obstruktion und überaktiver Blase dienten dazu, den eigenen Horizont zu erwei- tern und mit viel neuem Wissen die eigene Arbeit anzureichern. Auch zum Themenkomplex Ope- rationen im höheren Alter wurde offen und zugleich selbstkritisch Stellung bezogen. „In den letzten Jahren sind wir psychisch und physisch zehn Jahre jünger ge- worden. Ein 70-Jähriger heute bringt die Leistung eines 60-Jähri- gen von früher“, leitete der Geria- ter Füsgen den ersten Vortrag im Hotel Residenzschloss in Bamberg ein. Prof. Dr. Karl-Heinz Rothenberger aus Landshut begab sich auf sensi- bles Terrain: Wie lange sollten und dürfen gerade chirurgisch tätige Ärzte noch am Operationstisch ste- hen? Zur Einstimmung präsentierte Rothenberger Aussagen über das Alter von Cicero bis Goethe und Montaigne, die im Publikum oft- mals für Erheiterung sorgten. Die vertragsärztliche Altersgrenze von 68 Jahren, so der Referent, sei zum 1. Januar 2009 weggefallen. Ein Arzt sei deshalb verpflichtet, laufend seine Kompetenz und Fä- higkeit zu überprüfen. Das Alter ei- nes Operateurs, so die Erklärung von Rothenberger, könne aus drei Blickwinkeln betrachtet werden: aus Sicht der Geriatrie, aus Sicht der Philosophie und aus Sicht des Operateurs selbst. Der Urologe, selbst seit vergangenem Jahr im Ruhestand, plädierte für einen Ge- sundheitscheck, dem sich ältere Operateure auf freiwilliger Basis unterziehen sollten. Zudem müsse man im Alter nicht mehr alles ma- chen, sondern könne an jüngere Ärzte delegieren. Denn grundsätz- Gesellschaft aktuell Zukünftige Herausforderungen – so lautete der Programmtitel der 16. Bamberger Gesprä- che, die Anfang September im oberfränkischen Bamberg stattfanden. Und um es vorweg zu nehmen: Es gibt derer mehr als selbst die Experten bei der Zusammenstellung dieser fest etablierten Veranstaltungsreihe der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zunächst dachten. Die Referenten der 16. Bamberger Gespräche (v. l.): Prof. Dr. Joachim Geyer, Dr. med. Andreas Wiedemann, Dr. Jacek Kociszewski, Prof. Dr. Katja Boguth, Prof. Dr. Karl-Heinz Rothenberger, Prof. Dr. Ingo Füsgen, Rainer Beckers

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