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kontinenz aktuell - Ausgabe 03-2012

kontinenz aktuell Oktober/2012 11 Unterscheiden sich die beiden Schwingungsarten? Hängt die Ak- tivierung von der Schwingungsin- tensität ab? Die Ergebnisse sind in den Abbildungen 3 (sinusförmig- wippend) und 4 (stochastisch) dar- gestellt. Dazu untersuchten sie eine Kon- trollgruppe mit 21 gesunden Pro- bandinnen (18–40 Jahre alt, nulli parae oder mindestens zwei Jahre nach Geburt, ohne bisherige Be- schwerden im Beckenboden) und eine post-partum Gruppe mit 17 Patientinnen (18–40 Jahre alt, zwei bis zwölf Monate post partum, Be- ckenbodenschwäche nach modifi- zierter Oxfordskala M0 bis M3). Bei der Kontrollgruppe lagen die mittleren Ruhewerte vergleichbar zu den Ergebnissen von Bhend et al. (11) bei 30.1 EMG%. Die post partum Gruppe hingegen hatte ei- nen signifikant höheren Ruhewert von 52.8 EMG%. Beide Gruppen erzielten auf bei- den Geräten nur durch die Vibra- tion allein eine signifikant höhere Aktivierung als in Ruhe im Stand. Für die sinusförmig-wippende Vi- bration waren dazu allerdings mindestens 15 Hz 4 mm und bei der stochastischen Vibration min- destens 6 Hz Intensität nötig. Ge- nerell stieg die Aktivierung mit zu- nehmender Vibrationsintensität. So erzielte die Kontrollgruppe Aktivie- rungen bis zu 49.9 EMG% bei der sinusförmigen und bis zu 63.9 EMG% bei der stochastischen Vi- bration. Noch deutlicher wurden die Aktivitätserhöhungen bei der post partum Gruppe. Diese erziel- te bis zu 74.6 EMG% bei der si- nusförmigen und bis zu 127.2 EMG% bei der stochastischen Vi- bration. Führte man während der Vibration zusätzlich eine maximale Willkür- kontraktion aus, dann wiesen bei- de Gruppen bei beiden Schwin- gungsarten und allen Vibrationsin- tensitäten signifikant höhere Akti- vierungen auf als in Ruhe. Die Kontrollgruppe erreichte dabei bis zu 97.6 bzw. 113.1 EMG% und die post partum Gruppe 106.0 bzw. 165.5 EMG% bei der sinus- förmigen bzw. bei der stochasti- schen Vibration. Zusammenfassend zeigte sich in dieser Untersuchung, dass auch si- nusförmig-wippende und stochasti- sche GKV zur Aktivierung des Be- ckenbodens führen. Die Aktivierun- gen waren besonders deutlich und hoch, wenn es sich um Probandin- nen mit geschwächter BBM han- delte und stochastische Vibratio- nen appliziert wurden. 140 120 100 80 60 40 20 0 EMG% Vib 20 Hz 40 Hz 60 Hz Vib+MVC Vib Vib+MVC Vib Vib+MVC 2 mm 4 mm Abb. 2: Arithmetische Mittelwerte und Standardabweichungen der normalisierten elektromyogra- fischen Aktivität der Beckenbodenmuskeln bei einer sinusförmig-vertikalen Ganzkörper- vibration mit 20, 40 und 60 Hz Vibrationsfrequenz und Amplituden von 2 und 4 mm (n=9) (vgl. [11], Abb. 1 [A]) 250 200 150 100 50 0 EMG% Vib Kontrollgruppe Post Partum Gruppe Vib+MVC Vib Vib+MVC 5 Hz 2 mm 5 Hz 4 mm 15 Hz 2 mm 15 Hz 4 mm 25 Hz 2 mm 25 Hz 4 mm Abb. 3: Arithmetische Mittelwerte und Standardabweichungen der normalisierten elektromyogra- fischen Aktivität der Beckenbodenmuskeln bei einer sinusförmig-wippenden Ganzkörper- vibration mit 5, 15 und 25 Hz Vibrationsfrequenz und Amplituden von 2 und 4 mm. (Kontrollgruppe n=21, Post Partum Gruppe n=17) (vgl. [13], Abb. 1 [A]) Titelthema

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