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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2012

Gesellschaft aktuell 28 Pressemitteilung der Gesellschaft Von der Bindegewebeschwäche über Hormonmangel oder Gebärmuttersenkung bis hin zu Übergewicht – die Gründe für eine schlaffe Muskulatur sind vielfäl- tig. Wer an einer Belastungsinkontinenz leidet, kann mit einem gezielten Beckenbodentraining entgegen wirken. Gleichzeitig werden der Rücken gestärkt und die Aufrechterhaltung sowie Atmung verbessert. Außerdem wirkt das Training Verspannungen sowie der Senkung der Gebärmutter entgegen. Eine trai- nierte Muskulatur verbessert zudem die Intensität des Liebeslebens. Denn der Beckenboden ist unser Energiezentrum. Wichtig ist ein regelmäßiges Training. Es reicht nicht, eine Woche lang zu üben und dann plötzlich wieder aufzuhören. Die Effektivität des Beckenbodentrainings hängt da- von ab, wie professionell die Übungen durchgeführt werden. Ein Training bei einem entsprechend ausge- bildeten Physiotherapeuten ist deshalb zu empfehlen. Unter der Anleitung des Fachkundigen haben Pa- tienten die Sicherheit den richtigen Muskel zu trainie- ren. Wer unter einer Belastungsinkontinenz leidet, sollte deshalb seinen Arzt um ein Rezept bitten. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen über- nommen. Patienten stoßen aber auf Gegenwind: Mitarbeiter von zertifizierten Kontinenz- und Becken- boden-Zentren der Deutschen Kontinenz Gesellschaft machen die Erfahrung, dass nicht-spezialisierte Ärzte die Rezeptierung der Heilmittel verweigern. Diese Situation ist dem Wirtschaftlichkeitsgebot geschuldet, dem diese Ärzte bei der Budgetierung unterliegen. „Aus unserer Sicht ist die Situation der Ärzte ver- ständlich, aber sie erschwert eine sinnvolle Inkonti- nenztherapie“, betont Prof. Klaus-Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesell- schaft. „Einige Patienten treibt dies sogar zu Opera- tionen, die nicht notwendig oder zumindest auf- schiebbar sind.“ Fitness für unser Energiezentrum – Beckenbodengymnastik hilft bei Belastungsinkontinenz Volkskrankheit Inkontinenz – neun Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen – nur 30 Prozent von ihnen thematisieren das Problem. Eine Erkrankung, die vor allem weiblich ist: Denn jede vierte Frau leidet unter einer Blasenschwäche. Besonders verbreitet bei Frauen ist die Form der Belastungsinkontinenz. Sie wird durch alltägliche körperliche Belastungen ausgelöst. Heben, Niesen oder Lachen führen zu einem unkontrollierten Urinverlust. Ursache hierfür ist häufig eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur und des Bindegewebes, z. B. durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre oder durch eine Schwangerschaft. Eine Belastungsinkontinenz lässt sich bei frühzeitiger Dia- gnostik sehr gut behandeln, unter anderem mit Hilfe der Beckenbodengymnastik. kontinenz aktuell Juli/2012

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