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kontinenz aktuell - Ausgabe 02-2012

liche Unterschiede bei höheren Flüssigkeitsbeauf- schlagungen aufgezeigt werden (Abb. 1 und 2). Es konnte kein linearer Zusammenhang zwischen der Absorptionsgeschwindigkeit bzw. den Rückfeuchte- werten und den applizierten Flüssigkeitsmengen her- stellen. Wir haben die Unterschiede der Absorptionsge- schwindigkeiten zwischen den besten und den schlechtesten Ergebnissen nach jeder Flüssigkeits- applikation in % berechnet. Nach der ersten Flüssigkeitsapplikation lag der Unter- schied zwischen dem besten (4,13 ml/s) und dem am schlechtesten (2.83 ml/s) abschneidenden Produkt bei 31,5 %. Nach der zweiten Applikation betrug die Differenz 35,5% (3.01 ml/s vs.1.94 ml/s), während es mit 73,9% (1.61 ml/s vs.0.42 ml/s) beim dritten und 75.9% (1.37 ml/s vs. 0.33 ml/s) nach dem vierten Durchgang waren. Das beste Ergebnis nach der letz- te Flüssigkeitsapplikation war1,19 ml/s und das schlechteste 0,31 ml/s, die entspricht einer Differenz von 73,9%. Die erste Rückfeuchtemessung zeigte den schlechte- sten Wert mit 0.083 g, welcher um 33.7% höher war, als der beste Wert mit 0,055g.In der zweiten Messung lagen die Ergebnisse bei 55,9% (0.086 g vs. 0.195 g) und im dritten Rückfeuchte-Test lagen die Ergebnisse 58.9% höher (0.094 g vs. 0.229 g). In der vierten(0.255 g vs. 0.138 g) und fünften (0.305 g vs. 0.173 g) Rückfeuchtemessung, liegen die schlechtesten Ergebnisse 45,8% bzw. 43,2% über dem besten Messergebnis. Zuletzt haben wir die Inkontinenzprodukte im Hinblick auf deren Trockengewicht und ihren Eigenschaften hinsichtlich der Absorption und Rückfeuchte betrach- tet. Wir haben herausgefunden, dass keine Korre- lation zwischen Gewicht und Absorption und Rück- feuchte vorliegt (Abb. 3). Diskussion Zusammenfassend lässt sich sagen, das der MDS-HI Test als ein enormer Fortschritt hinsichtlich der existie- renden älteren Methode ISO bewertet werden kann. Nicht desto trotz versäumt er wichtige Faktoren zu berücksichtigen, die einen Test realistischer gestalten würden. Ein großer Nachteil beispielsweise ist, dass zerschnit- tene Stücke in dem Test verwendet werden und für das gesamte Produktstehen sollen. Das Zerschneiden zer- stört wichtige Strukturen, die für die Flüssigkeitsver- teilung innerhalb des jeweiligen Produktes womöglich verantwortlich sind. Weiterhin könnte das Prüfstück Zonen enthalten, die Flüssigkeit normalerweise nicht ausgesetzt sind und somit für eine solche Belastung gar nicht ausgestattet sind- dies würde zu falsch positiven oder falsch nega- tiven Ergebnissen führen. Ein weiteres Problem liegt in der Tatsache, dass nur trockene Inkontinenzprodukte verwendet werden. Wir erhalten also keine Information über die Eigenschaf- ten eines bereits feuchten Produktes, wie es unter rea- len Bedingungen häufiger der Fall ist. Titelthema 16 Abb. 1: Verhalten der Absorptionsgeschwindigkeit bei Hinzugabe von Flüssigkeit (180 ml, 4x 110 ml) Abb. 2: Verhalten der Rüchfeuchte in Abhängigkeit von Flüssigkeitsbeaufschlagung (180 ml, 4x 110 ml) Absorptionsgeschwindigkeit (nach 180 + 110 + 110 + 110 + 110 ml) Appliziertes Gesamtvolumen Absorptionsgeschwindigkeitinml/s Rückfeuchte (nach 180, 290, 400, 510, 620 ml Flüssigkeitsapplikation) Gesamtvolumen der applizierten Flüssigkeit in ml GewichtderKollagenpadsing 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 0,350 0,300 0,250 0,200 0,150 0,100 0,050 0 A B C D E F G A B C D E F G 0 100 200 300 400 500 600 0 100 200 300 400 500 600 kontinenz aktuell Juli/2012

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