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kontinenz aktuell - Ausgabe 01-2012

kontinenz aktuell März/2012 11 Titelthema Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1: Detrusor-PE, HE und immunhisto- chemischer Nachweis des S-100-Proteins als Marker neuronaler Strukturen, 200-fach: Normalverteilung Abb. 2: Detrusor-PE, HE und immunhisto- chemischer Nachweis des S-100-Proteins als Marker neuronaler Strukturen, 200-fach: Ausdünnung des neuronalen Netzwerkes beim Diabetiker Blase mit unvollständiger Bla - senentleerung und anamnestisch wiederholten Harnwegsinfektio- nen kombiniert, ist zur weiteren Klärung insbesondere auch zur Differenzierung der Ursache des Restharns eine urodynamische Untersuchung angezeigt – genau- so wie bei V ersagen der Pri - märtherapie. Bei dem V erdacht auf das Vorliegen einer hypokon- traktilen Harnblase hilft die urody- namische Messung in prognosti- scher Sicht: Provokationstests (Eis- wasser, Carbachol) können dazu beitragen, die Aus sichten einer Therapie abzuschätzen. Therapie Vor Beginn einer speziellen The - rapie im Hinblick auf die Har n- inkontinenz sollte eine dem Ge - samtzustand des Patienten entspre- chende Therapie des Diabetes mel- litus bzw. der Multimorbidität erfol- gen. So findet sich die Lehr mei- nung, dass eine frühzeitige und effektive Blutzuckereinstellung das Auftreten diabetogener Organ - komplikationen verzögern und de- ren Ausprägung mildern kann, im Tierversuch auch für die diabeti- sche Zystopathie bestätigt (33). Besteht schon eine chronische dia- betogene Harnretention bzw. Überlaufinkontinenz ohne Hin - weise auf eine subvesikale Ob - struktion, muss zur V erbesserung der Blasenentleerungssituation und zur Vermeidung einer Blasen - überdehnung die diabetogene Blase regelmäßig in etwa 3 bis 5- stündlichen Intervallen entleert wer- den, auch wenn zu diesem Zeit - punkt noch kein Harndranggefühl verspürt wird. Die medikamentösen Möglichkeiten mit Cholinergika zur Detrusortonisierung und Alpha - blockern zur Sen kung des Bla - senauslasswiderstandes sind hier bisher sehr beschränkt. Meist wird eine Katheterableitung in Betracht gezogen werden müssen. Die Methode der Wahl ist dabei der intermittierende (Selbst)-Kathete- rismus. Dieser kann auch älteren Diabetikern durchaus zugemutet